Programm der FW Mammendorf zur Kommunalwahl 2026

Hier als PDF zum herunterladen.

1   Ortsentwicklung  
2   Schnelles Internet 
3   Gewerbe 
4   Hochwasserschutz  
5   Umweltschutz und Landschaftsplanung  
6   Klimaschutz und Energieversorgung 
7   Mobilität und Verkehrswende 
8   Bezahlbares Wohnen 
9   Soziale Themen 
10   Wasserversorgung und Lebensgrundlagen  
11   Abwasserentsorgung 
12   Gemeinderat und Gemeindeverwaltung, Gemeindliche Einrichtungen  
13   Gemeindefinanzen und -haushalt



1 Ortsentwicklung 
1.1  Überblick und Motivation 
Mammendorf ist ein Ort in einer hervorragenden Lage zwischen München und Augsburg, nahe 
an den Naherholungsgebieten an den bayerischen Seen. Dies führt dazu, dass der Ort schnell 
wächst. Wir wollen die Attraktivität des Ortes erhalten, damit sich die Bürger hier wohlfühlen, 
hier gerne wohnen und sich hier gerne aufhalten und engagieren. Mammendorf soll nicht zum 
bloßen Schlafort werden. Die Umgehungsstraße wird in naher Zukunft nicht realisiert werden, 
deshalb müssen wir bei der Gestaltung des Ortskerns die aktuelle Situation als Basis 
betrachten. Wir wollen für die Bürgerinnen und Bürger, die im Ortszentrum leben, arbeiten und 
die Angebote nutzen bereits jetzt Verbesserungen erreichen und die Ortsdurchfahrt attraktiver 
gestalten. 
Nach dem Motto „Außen schonen - Innen Wohnen“ wollen wir die Innenentwicklung fördern 
und Anreize bieten, um Gebäude im Innenbereich zu renovieren und Wohnraum zu schaffen. 
Weiterhin wollen wir in enger Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern Baurechte im 
Innenbereich ausbauen. 
Am 21.10.2020 hat der Gemeinderat ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept 
(ISEK) verabschiedet. Dieses Entwicklungskonzept beinhaltete zu Beginn Maßnahmen im 
Bereich der Ortsdurchfahrt zwischen dem Feuerwehrhaus und der St. Jakobskirche. Im 
weiteren Verlauf des Verfahrens wurden dann auch Grundstücke entlang der Bahnhofstraße 
in das Sanierungsgebiet integriert und im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 26.10.2021 
in einer Sanierungssatzung festgelegt. Das Entwicklungskonzept enthält Maßnahmen, die 
vom Gemeinderat priorisiert und bisher zum großen Teil nicht umgesetzt wurden. 
Dem Antrag der FW-Fraktion vom 18.9.2024 auf Einrichtung eines ISEK-Beirates wurde 
zugestimmt. Bis dato wurden von der Verwaltung hierzu keine weiteren Maßnahmen ergriffen. 
Bisher wurden auf öffentlichem Grund die folgenden Maßnahmen im Rahmen des ISEK 
umgesetzt: 
•  Renovierung des Hauses der Begegnung (alte Schule) 
•  Gestaltung des Rathausplatzes 
Ein zentrales Ziel des ISEK ist auch den Fußgängerverkehr zu stärken. Hierzu wurden in den 
vergangenen Jahren Querungshilfen für Fußgänger entlang der B2 geschaffen. 

1.2  Ziele der FW 
Mammendorf liegt im Speckgürtel von München. Der Siedlungsdruck ist hoch. Die Gemeinde 
wird immer öfter mit Forderungen nach einer dichteren Bebauung konfrontiert. Aufgrund von 
Anträgen, die einzelne Grundstücke betrafen, wurde die Möglichkeit einer höheren Bebauung 
geschaffen, ohne die Auswirkungen auf die bestehende Bebauungsplanung zu prüfen. Dieses 
Vorgehen wurde auf Initiative der FW aufgegeben. Wir wollen eine systematische und 
planvolle Nachverdichtung, bei der auch die Auswirkungen auf das gesamten Umgriff des 
jeweiligen Bebauungsplans berücksichtigt werden. 

Wir wollen trotz der berechtigten Anforderungen nach einem sparsamen Umgang mit Grund 
und Boden und auch wirtschaftlicher Interessen, nicht die Lebensqualität aus den Augen 
verlieren. Zur Lebensqualität gehört eine konsequente Durchgrünung unseres Ortes und die 
Beschränkung  der  Versiegelung.  Eine  zu  hohe  Versiegelung  verhindert  u.a.  die 
Versickerung von Wasser auf den Grundstücken. Dies ist hat insbesondere bei Hochwasser 
und Starkregenereignissen negative Auswirkungen. 
Es erfordert einen großen Spagat, diese Ziele in Einklang zu bringen. Wir sind aber der festen 
Auffassung, dass es keinen Sinn macht, lediglich einem dieser drei Ziele nachzulaufen, 
sondern wollen alle Gesichtspunkte betrachten. 
Die Gestaltung unseres Ortes hat wesentliche Einflüsse auf das soziale Zusammenleben, auf 
die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, unsere Umwelt, die Natur und nicht zuletzt auf 
das Wohlbefinden der Bürger. Bei allen Themen der Ortsentwicklung dürfen wir die 
demographische Entwicklung nicht aus den Augen verlieren. Die Babyboomer erreichen im 
Lauf der nächsten Jahre das Rentenalter. Die Folge ist, dass die Anforderungen älterer 
Menschen bei allen Maßnahmen der Ortsentwicklung zu berücksichtigen sind. Sei es das 
Thema Barrierefreiheit oder auch nur die Bereitstellung von Sitzbänken auf unseren Straßen. 
Wir wollen hier die folgenden Ziele umsetzen: 
Konsequente Umsetzung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) 
Im  Rahmen  des  „Integrierten  städtebaulichen  Entwicklungskonzepts  (ISEK)“  wurden 
Entwicklungsziele für den Ortskern zwischen der St. Jakobs und der St. Nikolauskirche 
erarbeitet. Das Projektteam hat aber nicht nur den Ortskern betrachtet, sondern den gesamten 
Ort in die Untersuchung einbezogen, so dass die Ergebnisse auf ganz Mammendorf 
anwendbar sind. 
Den Freien Wählern ist es wichtig, mittel- bis langfristige Entwicklungsziele für unsere 
Gemeinde zu erarbeiten. Deshalb unterstützen wir  die Umsetzung des ISEK, das alle 
Fassetten unserer Ortsgemeinschaft beleuchtet hat und Entwicklungsziele beinhaltet. 
Wir wollen eine konsequente Umsetzung dieser Entwicklungsziele, damit Mammendorf ein 
lebenswerter Ort für alle Bürgerinnen und Bürger bleibt und seinen Charakter behält. 
Diese Umsetzung wird nur funktionieren, wenn möglichst viele Bürger mitmachen und ein 
weitgehender bürgerschaftlicher Konsens hergestellt werden kann. Deshalb wollen wir die 
Bürgerbeteiligung fortsetzen und durch und durch die Gründung eines ISEK – Beirats 
ausweiten. 
Auch private Grundstückeigentümer im Sanierungsgebiet sollen auf freiwilliger Basis in die 
Umsetzung einbezogen werden. Deshalb muss auch diese Gruppe abgeholt und für die 
Mitwirkung  motiviert  werden.  Hier  wollen  wir  Informationsrunden  initiieren  und  einen 
Austausch auf Augenhöhe über die Möglichkeiten, die sich im Rahmen der städtebaulichen 
Sanierung ergeben, ermöglichen. 
Wir wollen dafür Sorge tragen, dass die erarbeiteten Ergebnisse im Gemeinderat konsequent 
verfolgt und umgesetzt werden. Wichtig ist, dass die Entwicklungsziele auf den ganzen Ort 
übertragen und nicht ausschließlich in der Ortsmitte realisiert werden. Ein „weiter so“ kann 
es mit uns nicht geben. 

Zur Sicherstellung der Umsetzung wollen wir ein Steuerungsteam einrichten, welches die 
Aufgabe hat 
•   die sich meist über mehrere Jahre erstreckende Umsetzung der Projekte und 
Maßnahmen zu planen und zu steuern, 
•   dabei  sich  verändernde  Rahmenbedingungen  wie  Kostensteigerungen  oder 
Fördertatbestände, sowie neue Akteurinnen und Akteure zu berücksichtigen, 
•   und letztendlich der zentrale Anlaufpunkt für Kooperationen und bürgerschaftliches 
Engagement und somit das Gesicht des ISEK-Prozesses zu sein. 

Schaffung von qualitativ hochwertigem Wohnraum für Jung und Alt 
Hier wollen wir qualitativ hochwertigen Wohnraum schaffen, der den Bedarf in allen 
Lebenssituationen deckt. Junge Menschen, Alleinstehende, Familien, ältere Menschen, sie 
alle sollen den für sie geeigneten Wohnraum in ihrem Heimatort vorfinden können. 
•  Ausweisung von Baugebieten in denen Wohnraum für alle Lebenslagen entsteht. Hier 
sollen sich alle wohlfühlen. Wichtig ist uns, dass hier konsequent der Grundsatz 
Innenentwicklung vor Außenentwicklung oder anders: „Außen schonen – Innen wohnen“ 
verfolgt wird. Die Natur an unseren Ortsrändern ist ein wichtiges Gut und muss soweit 
möglich geschont werden. Entwicklungsmöglichkeiten sehen wir neben Freiflächen im 
Ortsinneren vor allem im Norden von Nannhofen nahe dem Bahnhof und im Süden. 
•  Durch systematische und qualitativ hochwertige Innenverdichtung kann im Ortskern mehr 
Wohnraum geschaffen und somit unseren Bürgern ermöglicht werden, Wohnraum für ihre 
Familien und Angehörigen zu schaffen, die sonst wegen der hohen Immobilienpreise keine 
Möglichkeit zum Erwerb oder zur Errichtung von Wohnraum hätten. Hier kommt es uns 
darauf an, dass bestehende Bebauungspläne systematisch überarbeitet werden. Bei der 
Überplanung von bereits bebauten Grundstücken sollte die Gemeinde eine Beratung der 
Bauwerber anbieten, um eine qualitativ hochwertige Gestaltung zu erreichen. Die 
Gemeinde kann die Beratung entweder selbst anbieten oder Externe beauftragen. Den 
Rahmen für die Beratung sollen die Ziele des ISEK bilden. Bei der Beauftragung von 
Externen sollen die Fördermöglichkeiten (z.B. im Rahmen des ISEK) geprüft werden. 
•  Schaffung von qualitätvollen Bebauungsplänen mit flächensparender Bauweise. Wir 
wollen hier Anforderungen an zukünftige Baugebiete entwickeln und auf deren Basis 
Architektenwettbewerben durchführen. 

Neubaugebiet Nannhofen 
Der Plan des Gemeinderates, auf dem Gelände große Baukörper in vier Höfe zu gruppieren, 
umgeben von viel Grünfläche, ist wirtschaftlich nicht realisierbar. Die Bebauungsplanung wird 
daher noch einmal neu erstellt. Die FW setzten sich dafür ein, dass neben Einfamilien-, 
Doppel- und Reihenhäusern auch der Bau von Mehrfamilienhäusern möglich ist. Viel 
Grünfläche bleibt ein Ziel. Außerdem wollen wir ein Konzept verfolgen, mit dem Wohneigentum 
in größeren Gebäuden entstehen kann. Vorbild ist dabei der Pallaufhof in der Gemeinde 
Münsing. 

Belebung der Ortsmitte 
Wir wollen die Ortsmitte für die Bürger wieder attraktiv machen. Derzeit ist sie durch den 
Autoverkehr geprägt und vor allem auf Erreichbarkeit mit dem PKW ausgerichtet. Für 
Fußgänger und Radfahrer ist sie wenig attraktiv. 
•  Die Ortsmitte muss als zentraler Ort für die Bürger attraktiv bleiben. Wir wollen deshalb 
belebende Einrichtungen in die Ortsmitte bringen. Hier stellen wir uns Folgendes vor: 
o  Einkaufsmöglichkeiten: Markt am Rathausplatz, Ladenräume der Gemeinde am 
Kirchenvorplatz an den Einzelhandel vermieten 
o  Medizinische Betreuung: Ärzte, Physiotherapie 
o  Gastronomie: Cafe, Eisdiele 
o  Treffpunkte für Jung und Alt: Renovierung des Anwesens Schamberger als 
Treffpunkt für vielfältige Aktivitäten von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und 
Verbänden („Mammendorfer Wohnzimmer“) 
o  Gestaltung von Plätzen: Rathausplatz, Platz um die St. Nikolauskirche 
o  Errichtung öffentlicher Toiletten am Kirchenvorplatz 

Attraktive Gestaltung der Ortsdurchfahrt 
Gerade für Mammendorf, das im Ursprung ein langgestrecktes Straßendorf ist, ist eine 
attraktive Ortsdurchfahrt von zentraler Bedeutung. Für eine Ortsumfahrungsstraße wurde eine 
Trasse  im  Süden  des  Ortes  in  den  Flächennutzungsplan  aufgenommen.  Die 
Umgehungsstraße wird aus derzeitiger Sicht in naher Zukunft jedoch nicht realisiert. Deshalb 
wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, die Attraktivität der Ortsdurchfahrt zu steigern. 
Folgende Maßnahme haben hier Priorität: 
•  Im Rahmen der Fertigstellung des innerörtlichen Ausbaus der B2 wollen wir alle 
Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung ausschöpfen und eine angemessene Zahl von 
Querungshilfen vorsehen. 
•  Aufwertung  der  Ortsdurchfahrt  durch  markante  Einzelbäume.  Hier  wollen  wir  auf 
gemeindeeigenen Grundstücken Bäume pflanzen und Anreize für Privateigentümer zur 
Pflanzung schaffen. Hierbei sollen die Zuschussmöglichkeiten ausgeschöpft werden. 
•  Parkplätze im Ortskern nur in angemessener Zahl bereitstellen, um die Versiegelung zu 
verringern und Platz für Grün zu schaffen. 
Bodenversiegelung und Ortsdurchgrünung 
Wir wollen die Versiegelung des Bodens, auch durch Nebengebäude, Wege und Parkplätze, 
möglichst gering halten, damit noch Raum für eine Begrünung der Grundstücke bleibt. Hierzu 
wollen wir entsprechende Regelungen in den Bebauungsplänen. Wo die Versiegelung 
notwendig ist, wollen wir durch wasserdurchlässige Bodenbeläge die Versicherungsfähigkeit 
erhalten. Ganz konkret wollen wir hier auf den öffentlichen Flächen beginnen und die 
wirtschaftliche Umsetzbarkeit dort prüfen und somit als Vorbild für die Bürgerinnen und Bürger 
dienen. 
Das Grün in unserer Gemeinde steigert unsere Lebensqualität und unser Wohlbefinden. Aus 
diesem Grund wollen die Durchgrünung im Ort fördern und auf gemeindeeigenem Grund 
umsetzen. 
•  Den größten Einfluss hat die Pflanzung von großen Einzelbäumen. Hier hat die Gemeinde 
Vorbildcharakter.  Wir  wollen  deshalb  die  Pflanzung  von  großen  Bäumen  auf 
gemeindeeigenem Grund wo es möglich ist. D.h. für uns, dass die Auswahl der Standorte 
auch nachhaltig erfolgt, so dass die Bäume dort auch langfristig stehen können. 
•  Die Pflanzung von Bäumen durch Privateigentümer wollen wir fördern. Ebenso wichtig, ist 
aber auch der Erhalt von bestehenden Bäumen. Eine Baumschutzverordnung wollen wir 
nicht. Wir sind überzeugt, dass mehr Bäume nicht durch Verordnungen, sondern durch 
Anreize und Motivation der Eigentümer entstehen. Mit dem Besitz von Bäumen geht eine 
hohe Verantwortung der Eigentümer einher (z.B. für die Standsicherheit). Hier wollen wir 
eine Beratungsmöglichkeit der Anwohner durch die Gemeinde. 
•  Im Westen unserer Gemeinde streben wir die Pflanzung einer mehrstufigen Buchenhecke 
als Eingrünung und Windschutz am Ortsrand an. 

Steigerung der Attraktivität des Bahnhofsgeländes 
Das Bahnhofsgelände ist eine Visitenkarte unserer Gemeinde. Alle Besucher, die mit S-Bahn 
oder Regionalzug in unseren Ort kommen, betreten ihn über das Bahnhofsgelände. Der 
Bahnhofsplatz lädt derzeit wenig zum Verweilen ein und ist vor allem für den Auto- und 
Busverkehr optimiert. Im Bereich der Kreuzung Bahnhofstraßen – Thomas-Führer-Straße – 
Martin-Bauer-Weg treffen Busse, PKW, Radfahrer und Fußgänger aufeinander. Dies führt zu 
gefährlichen Situationen. Insbesondere die Schülerinnen und Schüler sind hier gefährdet. Aus 
diesen Gründen wollen wir die Attraktivität und die Verkehrssicherheit durch folgende 
Maßnahmen steigern: 
•  Verbesserung  der  Verkehrssituation  im  Bereich  der  Bahnhofszufahrt  von  der 
Bahnhofstraße aus: Hier wollen wir die Brücke über den Schwarzgraben verbreitern und 
mehr Platz für den Fuß- und Radverkehr schaffen. Weiterhin wollen die Fußgänger durch 
eine Querungshilfe unterstützen. 
•  Stärkere Begrünung (Bäume, Büsche) des Bahnhofsgeländes und der Parkplätze: Hier 
wollen wir auch mit den angrenzenden Privateigentümern und der Bahn verhandeln. 
•  Errichtung einer öffentlichen Toilette im Bahnhofsbereich 
•  Schaffung eines Fußgängerweges zwischen den beiden Zugängen zum Bahnsteig 
•  Mit dem Rad zum Bahnhof: Wir wollen es attraktiver machen, mit dem Rad zum Bahnhof 
zu fahren. Dies steigert die Verkehrssicherheit und schont die Umwelt. 
o  Errichtung überdachter und absperrbarer Fahrradständer 
o  Vorhandene Abstellplätze für Fahrräder verbessern 
o  Schaffung von eigenen Abstellplätzen für Motorräder und Mopeds, da diese derzeit 
in den Fahrradabstellplätzen abgestellt sind. 

2 Schnelles Internet 
2.1  Überblick und Motivation 
Schnelles Internet 
DSL-Anschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s sind im Gemeindegebiet weit verbreitet verfügbar. 
Hier können bis zu etwa 90% der Haushalte Anschlussgeschwindigkeiten von mindestens 50 
Mbit/s nutzen. Anschlüsse mit 100 Mbit/s sind ebenfalls verfügbar und bei vielen Haushalten 
buchbar – z. B. über VDSL- bzw. Super-Vectoring-Anschlüsse. Laut momentaner Datenlage 
können rund 50% der Haushalte 100 Mbit/s-Leitungen oder höher nutzen, wenngleich die 
tatsächliche Versorgung je nach Lage und Gebiet variiert. 
Die Glasfaser-Verfügbarkeit in Mammendorf ist noch nicht flächendeckend verfügbar. Der 
Anschluss ist momentan nur für einen relativ kleinen Anteil der Haushalte von unter 20 % über 
einen   Glasfaser-Hausanschluss   möglich.   Die   bisherigen   Ausschreibungen   und 
Markterkundungen haben trotz Förderzusage zu keinem Erfolg geführt. Erst auf stetige 
Nachfragen  und  Treffen  mit  den  Zuständigen  sind  nach  einem  holprigen  Start  die 
Baumaßnahmen durch die Telekom vorangeschritten. Mit dem Vorteil, dass die Telekom in 
eigenwirtschaftlichem Ausbau und mit einem offenem Zugang (OpenAccess) dies nun 
ausbaut. Der Ausbau in den Gewerbegebieten hatte immer Vorrang und ist nun in vollem 
Gange. 

2.2  Ziele der FW 
Schnelles  Internet  wird  in  Zukunft  für  die  Gewerbetreibenden  ein  entscheidender 
Standortfaktor sein. Aber auch im Wohnbereich wird die Entwicklung bei der Haustechnik und 
Unterhaltungselektronik schnelles Internet erforderlich machen. Die Entwicklung in Zukunft 
geht rasant voran. Deshalb wollen wir die Glasfaserverlegung bis jedes Haus. Diese ist 
Ausfallsicherer und bietet mehr Möglichkeiten für die Nutzer. Den Masterplan zur Verlegung 
von Leerrohren wollen wir vorantreiben und umsetzen. 

3 Gewerbe 
3.1  Überblick und Motivation 
In der Gemeinde Mammendorf bestehen derzeit folgende Gewerbegebiete: 
•  Kugelbichl 
•  Oskar-von-Miller-Straße 
•  Kranverleih Schußmann beim Recyclinghof 
•  Biogasanlage bei Egg 
•  Westlich Aldi (Bebauungsplan Discounter) 
Für das Gewerbegebiet Kugelbichl plant der Gemeinderat gegenwärtig Erweiterungen im 
Osten und im Süden. Für alle Flächen interessieren sich bereits Unternehmen. Die Nachfrage 
nach Gewerbegrundstücken hat sich in den letzten Jahren stark erhöht, alle Grundstücke, die 
im Zuge der Erweiterung des Gewerbegebiets Kugelbichl neu entstanden sind, waren kurz 
nach der Ausweisung bereits an im Ort ansässige Gewerbetreibende vergeben. 
Gewerbegebiete sind eine gute Möglichkeit zur Verbesserung der Einnahmesituation der 
Gemeinde. Zum einen durch den Verkauf der Gewerbeflächen, zum anderen durch die 
Einnahme von Gewerbesteuer. 
Weiterhin schaffen die Gewerbebetriebe Arbeitsplätze vor Ort. 
Problematisch ist die schleichende Wohnnutzung in den Gewerbegebieten, insbesondere im 
Gewerbegebiet  Oskar-von-Miller-Straße,  da  dadurch  die  o.g.  wirtschaftlichen  Vorteile 
entfallen. Weiterhin sind die Reservegrundstücke ein Problem. Diese brachliegenden Flächen 
bringen der Gemeinde keine Steuereinnahmen. 
Die Gemeinde Mammendorf setzt auf mittelständisches Gewerbe, um nicht in eine zu große 
Abhängigkeit von einem oder wenigen Betrieben zu geraten und um unabhängiger von der 
wirtschaftliche Lage zu sein. 

3.2  Ziele der FW 
Die FW Mammendorf wollen 
•  eine maßvolle Ausweisung von weiteren Gewerbeflächen, da die Nachfrage an 
Gewerbeflächen weiterhin groß ist 
•  bei der Ausweisung von Gewerbeflächen immer den Umwelt und Naturschutz 
mitdenken 
•  weiterhin auf den Mittelstand setzen 
•  langfristige Sicherung der Gewerbesteuereinnahmen durch eine gute Mischung 
verschiedener Gewerbe erzielen 
•  die Abhängigkeit von einem oder wenigen Gewerbesteuerzahlern vermeiden 
•  durch eine entsprechende Vertragsgestaltung (Bauverpflichtung) die Schaffung von 
Reservegrundstücken auf das wirklich erforderliche Maß reduzieren 
•  eine  attraktive  Eingrünung  und  Durchgrünung  der  der  Gewerbegebiete. 
Gewerbegebiete prägen unser Ortsbild ebenso wie die anderen Quartiere, sie sind der 
Aufenthaltsort für alle die dort arbeiten und müssen deshalb lebenswert gestaltet 
werden. 



4 Hochwasserschutz 
4.1  Überblick und Motivation 
Der Klimawandel erhöht das Risiko von heftigen Starkregen- und Hochwasserereignissen 
auch dort, wo früher wenig passierte. Frühe Anpassung an die neue Lage ist günstiger und 
effektiver als spätere Notmaßnahmen. Auch in der Gemeinde Mammendorf mussten wir die 
veränderte Lage bereits erleben. Das Hochwasser im Juni 2024 überschwemmte große Teile 
des Gemeindegebiets entlang der Maisach. Im Juli 2024 fielen innerhalb von 30 Minuten ca. 
25 Liter Regen pro Quadratmeter. Das Wasser überflutete Straßen und Keller. Am 4. 
September 2025 wurde Mammendorf in kürzester Zeit in eine Seenlandschaft verwandelt. Das 
Wasser stand 20-30 cm hoch in den Straßen. Die Kanäle waren überlastet und Keller wurden 
überflutet. 
Es ist deshalb unbedingt notwendig, sich auf solche Lagen für die Zukunft vorzubereiten. 
Als  erste  Maßnahme  hat  der  Gemeinderat  im  Oktober  eine  Neuberechnung  der 
Überschwemmungsgebiete mit verschiedenen Szenarien genehmigt. Zusätzlich wurde die 
Planung und Modellierung der Maisach bei der Furtmühle und beim Kraftwerk Nannhofen 
beauftragt. Die Vergabe an den Planer kann jedoch erst nach Erteilung eines positiven 
Zuwendungsbescheides erfolgen (vsl. Mitte 2026). 

4.2  Ziele der FW 
Die Freien Wähler wollen eine systematische Vorbereitung auf Lagen, die durch Hochwasser 
und Starkregen entstehen, um hohe Folgekosten wie Schäden an der Infrastruktur (z.B. 
Privathäusern, Straßen, Wasserversorgung, Kläranlagen) zu vermeiden. Jeder investierte 
Euro verhindert hier ein Vielfaches an Aufwendungen für die Schadensbeseitigung. 
•  Kommunen haben eine Sorgfaltspflicht in der Raum- und Bauleitplanung. Wer 
bekannte Risiken ignoriert, riskiert Haftungsfragen, Konflikte mit Anwohnern und 
politischen Vertrauensverlust 
Folgende Maßnahmen sind aus unserer Sicht zu ergreifen: 
•  Umfassende Analyse des Bestands 
o  Ermittlung der hochwassergefährdeten Gebiete in verschiedene Szenarien 
(z.B. 100jähriges Hochwasser) und Erarbeitung geeigneter Schutzmaßnahmen 
o  Das bestehende Kanalnetz muss umfassend aufgenommen und dokumentiert 
werden. Dadurch lassen sich erforderliche Sanierungsmaßnahmen mit Vorlauf 
einplanen. Schäden können Nutzer und Haushalt so nicht mehr unvorbereitet 
überraschen. Des Weiteren gibt uns eine Bestandsaufnahme des Kanalnetzes 
Auskunft über die Kapazitäten unserer Entwässerungssysteme. Wir müssen 
gesicherte Auskunft darüber haben, inwieweit das öffentliche Kanalnetz bei der 
Entwässerung von Starkregenereignissen unterstützen kann und wo die 
Grundstückseigentümer selbst Vorsorge vor Überschwemmung und Rückstau 
treffen müssen. 
•  Naturnahe Retentionsflächen schaffen und erhalten: Hierzu hat der Gemeinderat 
bereits im Juli 2012 auf einer Fläche westlich des Bahnhofs Mammendorf zwischen 
Maisach und den Bahngleisen die Schaffung eines Hochwasserrückhaltebereichs 
beschlossen. Die Maßnahme führt auch zu einer ökologischen Verbesserung. Die FW 
wollen   dieses   Projekt   umsetzen.   Hierzu   wollen   wir   die   aktuellen 
Zuschussmöglichkeiten ausloten. 
•  Bei der Bauleitplanung Hochwassergebiete berücksichtigen. Keine Zonen schaffen, 
die potentiell überflutet werden können. 
•  Berücksichtigung des Schwammstadtprinzips (entsiegeln, speichern, versickern) bei 
der Bauleitplanung. Das erhöht die Lebensqualität, verbessert das Stadtklima und 
bringt ökologische Vorteile. 
•  Erstellung und Fortschreibung von Notfallplänen. Hier wurde von unserer Feuerwehr 
bereits viel getan. Wir sichern hier unsere volle Unterstützung zu. 
•   Der Bestand und der Zustand der bereits vorhandenen Entwässerungsanlagen (z.B. 
Drainagen)  muss  erfasst  werden.  Über  die  gemeindlichen  Anlagen  muss  ein 
Sanierungs- und Instandhaltungsplan erstellt werden, um langfristig die Funktion der 
Anlagen sicherstellen zu können. 
Auch hier wollen wir Planungssicherheit und Transparenz schaffen, um den Bürgern 
Planungssicherheit  für  die  eigene  Vorsorge  zu  geben.  Hierzu  sollte  auch  eine 
Beratungsleistung für die Eigentümer angeboten werden. 

5 Umweltschutz und Landschaftsplanung 
5.1  Überblick und Motivation 
Die Erhaltung unserer Umwelt ist die wichtigste Aufgabe unserer Zeit. Umweltschutz ist eine 
gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Entwicklung des Weltklimas, das Artensterben und die 
immer häufiger werdenden extremen Wetterereignisse zeigen uns das mit aller Deutlichkeit. 
Aber auch unsere Lebensqualität hängt in hohem Maße von einer intakten Umwelt ab. Gerade 
im Ballungsraum München ist es wichtig, dass wir unsere Erholungsräume erhalten. 
Wir Freie Wähler Mammendorf wollen deshalb im Rahmen der Möglichkeiten der Gemeinde 
den Schutz der Umwelt und die Erhaltung der Lebensräume voranbringen. Wir wollen deshalb 
den  Landschafts-  und  Artenschutz  im  Flächennutzungsplan  verankern  und  die  im 
Landschaftsplan vorgesehenen Maßnahmen Schritt für Schritt umsetzen. Weiterhin ist uns 
eine fachgerechte Pflege der Flächen, die nach den gesetzlichen Vorschriften aus Ausgleich 
für die Bebauung naturnah hergestellt werden müssen, wichtig. 
 

5.2  Ziele der FW 
Wir FW begreifen den Schutz der Umwelt als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Alle 
Gruppen der Gesellschaft Staat, Kommunen, Kirchen, Unternehmen und Bürger müssen 
gemeinsam an einen Strang ziehen, um umweltpolitische Ziele zu erreichen. 
Umsetzung Gewässerpflege- und Landschaftsplan 

Die FW wollen die im Landschafts- und Gewässerpflegeplan vorgesehen Maßnahmen 
umsetzen.  
Bisher wurden die Pläne nur punktuell umgesetzt: 
•  Entlang der Maisach zwischen Furtmühle und Kreuzstraße wurden Maßnahmen aus dem 
Gewässerpflegeplan umgesetzt. 
•  Ein Waldrandgrundstück im Norden von Mammendorf wurde mit standortgerechten 
Laubbäumen aufgeforstet. 
•  Es wurden einige Grundstücke angekauft, auf denen sich künftig weitere Maßnahmen 
verwirklichen lassen. 
•  Im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke München - Augsburg wurden durch 
die Bahn eine Reihe von Ausgleichsflächen aufgekauft und renaturiert. 
Damit die Pläne mehr Wirkung entfalten, wollen wir sie in den Flächennutzungsplan 
einarbeiten. Deren Umsetzung muss mit mehr Nachdruck vorangehen. Der Siedlungsdruck im 
Großraum München führt zu immer mehr Versiegelung von Flächen. 
Landschaftsplanerische Maßnahmen haben die größte Erfolgsaussicht, wenn die Gemeinde 
im  Besitz  der  betreffenden  Grundstücke  ist.  Deshalb  sind  wir  für  den  Erwerb  von 
landwirtschaftlichen Grundstücken zur Durchführung von Maßnahmen oder als Tauschobjekt. 

Umsetzung der Gesetze für Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern 
In der Folge des Volksbegehrens Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ hat der Bayerische Landtag 
den Gesetzesvorschlag des Volksbegehrens angenommen und um ein „Versöhnungsgesetz“ 
ergänzt. Gerade das Versöhnungsgesetz nimmt neben der Landwirtschaft auch andere 
gesellschaftliche Gruppen in die Verantwortung. Wir Freie Wähler Mammendorf begrüßen 
dies, da wir Umweltschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgaben begreifen. 
Wir  wollen  deshalb  Maßnahmen  zur  Umsetzung  der  neuen  Gesetze  auf  unserem 
Gemeindegebiet auf den Weg bringen. Dazu gehören: 
•  Begrünung  von  Straßenrandstreifen  mit  Magergrünland  zur  Herstellung  von Biotopverbünden 
•  Naturnahe Bepflanzung von Gewässerrandstreifen 
•  Bestehende gemeindliche Wiesen in Blühwiesen umwandeln 
•  Maßnahmen auf privaten Grundstücken könnten durch Anreize der Gemeinde (z.B. 
Samenausgaben für Blühwiesen) gefördert werden 
Entwicklung und Pflege der Ausgleichsflächen 
Im Rahmen der Bauleitplanungen müssen für Eingriffe in die Natur Ausgleichsmaßnahmen 
durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Maßnahmen werden regelmäßig Ausgleichsflächen 
ausgewiesen,  die  entsprechend  der  Vorgaben  im  Umweltplan  zu  pflegen  sind.  Die 
Ausgleichsflächen der Gemeinde Mammendorf wurden federführend durch die Freien  
Wähler Mammendorf in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz und der unteren 
Naturschutzbehörde entsprechend entwickelt und ein Plan für die laufende Pflege erstellt. 
•  Gemeinde und Bauwerber sind verpflichtet bei Baumaßnahmen einen entsprechenden 
Ausgleich für die Bodenversiegelung zu schaffen. Wir sehen daran eine Chance wertvolle 
Flächen zu schaffen und für die Natur zu erhalten. Wir wollen diese Flächen entsprechend 
den gesetzlichen Vorgaben entwickeln und durch Pflegemaßnahmen erhalten. 
•  Wir wollen in der Gemeindeverwaltung Personalkapazitäten für das Monitoring von 
Ausgleichsflächen, den Wasserschutz und Umweltbelange schaffen. 
•  Falls  die  gemeindlichen  Personalressourcen  nicht  ausreichen,  wollen  wir  den 
Landschaftspflegeverband Fürstenfeldbruck e.V. in die Pflege der Ausgleichsflächen 
einbinden. 

Renaturierung der Maisach 
Wir unterstützen eine weitläufige Renaturierung der Maisach und setzen uns für eine staatliche 
Förderung dieses Projektes ein. Diese Maßnahmen wollen wir so durchführen, dass sie dem 
Hochwasserschutz der Gemeinde dienen. 
Eine Vorplanung, welche zusammen mit den Nachbargemeinden durchgeführt wurde, existiert 
hier bereits. Diese Planung wurde aufgrund der fehlenden finanziellen Unterstützung durch 
den Freistaat Bayern bisher nicht weiterverfolgt. 
Im Rahmen der Maßnahmen können auch Möglichkeiten zu Naherholung geschaffen werden. 
Wir könnten uns hier einen Naturweg nördlich der Maisach mit Wasserbereichen, Spielen, mit 
Bänken zum Verweilen vorstellen. Ein solcher Weg wäre für Jung und Alt ein interessanter 
Anlaufpunkt (Beispiele in anderen Orten: Vilshofen, Harburg, Altötting). Hierbei sollten 
Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden. 

6 Klimaschutz und Energieversorgung 
6.1  Überblick und Motivation 
Wir sind der Meinung, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn alle ihren Teil dazu 
beitragen. Die Gemeinde Mammendorf hat hier bereits viel erreicht (ein Windrad, drei 
Flächenphotovoltaikanlagen, zwei Biogasanlagen). Das reicht noch nicht aus, um die 
Energiewende zu erreichen und autark zu werden. Weitere Maßnahmen müssen folgen. 
Wir Freie Wähler Mammendorf wollen deshalb den Ausbau der regenerativen Energien auf 
dem Gemeindegebiet vorantreiben. Wir sind für den Bau weiterer Windräder, mit der 
Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung. 
die Energieeinsparung wichtig, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Hier liegen große 
Potentiale im Bereich der Einsparung von Heizenergie. 
Die Gemeinde hat einen Energienutzungsplan erarbeiten lassen, der sich neben der Nutzung 
und Erzeugung erneuerbarer Energien auch mit der Wärmeplanung befasst. Der Bericht zeigt 
auf,  dass  Mammendorf  bereits  einen  starken  Anteil  an  erneuerbaren  Energien  im 
Strombereich hat, aber hohe Wärmeverbräuche und überwiegend fossile Heizsysteme 
aufweist. Die größten Hebel im Bereich der Wärmeversorgung sind die Sanierung von 
Gebäuden, der Einbau von Wärmepumpen, der Aufbau von Wärmenetzen und ein massiver 
Ausbau von Photovoltaikanlagen, ergänzt durch geothermische Lösungen und gezielte 
Nutzung von Umwelt- und Abwärme. 
Seit  dem  1.1.2024  regelt  das  Wärmeplanungsgesetz  das  weitere  bundeseinheitliche 
Vorgehen für die Wärmeversorgung. Das Gesetz dient dem Ziel, die Wärmewende zu planen 
und  umzusetzen,  um  die  Klimaschutzziele  bis  spätestens  2045  mit  einer  neutralen 
Wärmeversorgung  zu  erreichen.  Die  Gemeinden  sind  verpflichtet,  bis  2028  eine 
Wärmeplanung zu erstellen und diese fortzuschreiben. Die Kommunale Wärmeplanung für die 
Gemeinde Mammendorf liegt bereits im Entwurfsstatus vor. Dieser detailliert die Möglichkeiten 
zum Ausbau einer Nahwärmeversorgung und zeigt die erforderlichen Maßnahmen zur 
Erreichung der Klimaschutziele in der Gemeinde Mammendorf. 
Zur Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien hat die Gemeinde 
Mammendorf gemeinsam mit den Kommunen Bergkirchen, Egenhofen, Emmering, Maisach, 
Oberschweinbach,  Pfaffenhofen  a.  d.  Glonn,  Sulzemoos  sowie  den  Stadtwerken 
Fürstenfeldbruck GmbH und der Stadtwerke Olching GmbH  das „Regionalwerk Amper-
Glonn-Land GmbH & Co. KG“ gegründet. Durch die gemeinsame Entwicklung und 
Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien in den Gemeindegebieten 
können finanzielle und organisatorische Synergien geschaffen werden. Die Wertschöpfung 
bleibt bei den Kommunen, wodurch auch die Akzeptanz vor Ort erhöht wird. Zudem soll 
Bürgerinnen  und  Bürger  über  Bürgerenergiegenossenschaften  sowie  gegebenenfalls 
regionalen  Industrieunternehmen  die  Möglichkeit  eingeräumt  werden,  sich  an  den 
Projektgesellschaften als Kooperationspartner zu beteiligen. 

6.2  Ziele der FW 
Wärmeversorgung 
Die kommunale Wärmeplanung ist derzeit das drängendste im Themenbereich Klimaschutz 
und Energieversorgung. Sie gibt dem Endverbraucher Sicherheit bei der Planung und 
beschleunigt die Umsetzung der Wärmewende. Hier liegt der größte Verbrauch fossiler 
Brennstoffe und damit auch das größte Potential. Der Energienutzungsplan zeigt verschiedene 
Möglichkeiten auf, wie wir das Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2045 erreichen können. 
Uns ist die Erreichung der Klimaziele ein wichtiges Anliegen. Hierzu wollen die Problematik 
ganzheitlich betrachten und alle im Energienutzungsplan aufgezeigten Lösungen in die weitere 
Planung einbeziehen. Zentral ist hier die Wirtschaftlichkeit für den einzelnen Endverbraucher. 
Die Ziele des Klimaschutzes und der Umstellung der Energieversorgung können nur erreicht 
werden, wenn die Bürgerinnen und Bürger und die Gewerbebetriebe mitmachen, da bei 
Privathaushalten und Gewerbe die meisten Einsparpotentiale liegen. Deshalb müssen alle in 
das Thema einbezogen werden, denn nur gemeinsam können wir die Ziele erreichen. 
Viele Bürger stehen bereits jetzt vor Investitionsentscheidungen. Auch aus diesem Grund ist 
eine frühzeitige Information über das weitere Vorgehen und die Entscheidungen der Gemeinde 
wichtig. Wir wollen die Bürger beim Ersatz ihrer aktuellen Heizsysteme unterstützen. Durch 
eine zeitnahe Verabschiedung der kommunalen Wärmeplanung möchten wir hier unseren 
Bürgerinnen und Bürgern frühzeitige Sicherheit bei der Wahl ihrer neuen Heizungsanlage 
geben. 

Nahwärmenetze 
Beim Aufbau von Nahwärmenetzen wollen wir auf eine wirtschaftliche Durchführung achten. 
Dies kann unter anderem durch die Verlegung mit anderen Strukturen (z.B. Breitband) erreicht 
werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass keine Abhängigkeit von einem 
Wärmeanbieter entsteht, sondern dass mehrere Anbieter in eine Wärmenetz einspeisen. 
Die kommunale Wärmeplanung sieht insbesondere im Bereich der Hauptstraße, sowie im 
Gewerbegebiet Potential für ein wirtschaftlich zu betreibendes Nahwärmenetz.        
wirtschaftlichen Anlagenbetrieb zu ermöglichen, benötigt es großen politischen Einsatz und 
Weitblick. Hierfür stehen wir Freien Wähler Mammendorf. 
Des Weiteren möchten wir unsere bisherigen Betreiber kleinerer Nahwärmenetze bei einem 
möglichen Ausbau unterstützen. Auch diese leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. 

Wärmepumpen 
Die Kommunale Wärmeplanung zeigt, dass Wärmepumpen im Gemeindegebiet den größten 
Hebel darstellen werden, um die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Die technische 
Entwicklung von Wärmepumpen schreitet hier immer weiter voran und wird auch für 
Bestandsgebäude immer mehr eine wirtschaftlich sinnvolle Option. Während für ca. 150-200 
Gebäude Potential besteht, diese über ein neues Nahwärmenetz zu versorgen, werden bis 
2045 ca. 1000 Wärmepumpen im Gemeindebetrieb betrieben werden. 
Unsere  Stromversorgung  muss  auf  diesen  erhöhten  Strombedarf,  auch  unter 
Berücksichtigung der ansteigenden Elektromobilität im Straßenverkehr, vorbereitet sein. 
Durch unsere bestehenden und neu geplanten Windkraftanlagen können wir bereits jetzt ein 
Vielfaches  des  erforderlichen  Strombedarfs  selbst  erzeugen.  Gemeinsam  mit  den 
Netzbetreibern möchten  wir  durch  Bestandserfassung  und  ggf.  erforderlichen  Ausbau 
sicherstellen, dass die bei uns lokal erzeugte regenerative Energie auch dort ankommt, wo sie 
letztendlich benötigt wird – bei unseren Bürgerinnen und Bürgern, sowie unserem Gewerbe. 

Energieeinsparung 
Durch  Vorgaben  in  Bebauungsplänen  und  gezielte  Information  wollen  wir  auf  eine 
energieeffiziente Bauweise hinwirken. Generell ist es am effektivsten Energie einzusparen – 
die beste Kilowattstunde ist die, die nicht benötigt wird. Die energetische Sanierung von älteren 
Gebäuden ist daher mittel- und langfristig unverzichtbar für das Ziel in absehbarer Zeit alle 
benötigte Energie in unserer Region selbst zu erzeugen – unabhängig davon, ob das Gebäude 
mit Wärmepumpen, über Nahwärmenetze oder einer noch funktionsfähigen Gasheizung 
betrieben wird. Die Bereitstellung von gezielten Informationen zu diesem Thema gehört daher 
auch zu unseren Anliegen für die nächste Wahlperiode. 
Die Gemeinde muss im Rahmen der Energiesparmaßnahmen als Vorbild vorangehen und 
sogenannte Leuchtturmprojekte durchführen.  Es sind weitere Energiesparmaßnahmen an 
gemeindlichen  Gebäuden  durchzuführen.  Ein  Beispiel  hierfür  ist  die  bereits  erfolgte 
energetische Sanierung der Mehrzweckhalle. 
Weiterhin  soll  Energie  durch  eine  effizient  gesteuerte  Straßenbeleuchtung  und  den 
flächendeckenden Umstieg auf die LED Technik eingespart werden. 

Energieerzeugung 
Die  Energieerzeugung  in  Mammendorf  wurde  maßgeblich  durch  Initiativen  der  FW 
Mammendorf angestoßen. Es wird inzwischen bereits das 2 ½ - fache der elektrischen 
Energie, die wir Mammendorfer verbrauchen, auf dem Gemeindegebiet erzeugt. Damit sind 
wir Spitzenreiter im Landkreis Fürstenfeldbruck. Folgend Projekte sind bereits durchgeführt: 
•  In der vergangenen Periode wurden auf fast allen gemeindlichen Dächern PV-Anlagen 
installiert. 
•  Im Gemeindegebiet sind nun zwei Biogasanlagen in Betrieb, die Strom erzeugen können 
auch wenn die Sonne nicht scheint. Mit den zwei Anlagen ist allerdings die Grenze erreicht 
was die verfügbaren Ressourcen für solche Anlagen betrifft. 
•  Unser Windrad im Süden von Mammendorf ist in Betrieb. Die Erträge übertreffen die 
Schätzung,  die  in  die  Wirtschaftlichkeitsberechnung  eingeflossen  ist.  Drei  weitere 
Windräder wurden genehmigt - siehe folgender Punkt. Wir FW Mammendorf stehen zur 
Windkraft und unterstützen den Bau der Anlagen. 
•  Drei Flächensolaranlagen sind auf dem Gebiet unserer Gemeinde in Betrieb. 

Windkraft 
Wir unterstützen den Bau weiterer Windkraftanlagen auf dem Gemeindegebiet. Hierzu wurden 
auf Initiative der FW Mammendorf im Flächennutzungsplan Flächen für die Nutzung durch 
Windkraft ausgewiesen. Die ist eine Voraussetzung für die schnelle und verträgliche Planung 
von Windkraftwerken. Derzeit planen die Stadtwerke FFB die Errichtung von drei weiteren 
Anlagen im Süden des Gemeindegebiets. Der Genehmigungsbescheid für diese Anlagen liegt 
bereits vor. 
Wir wollen hier zudem eine direkte Beteiligungsmöglichkeit aller Bürger schaffen. D.h. für uns, 
dass auch eine Beteiligung mit kleineren Beträgen z.B. über eine Genossenschaft möglich 
sein sollte. 
Uns ist aber auch eine Beteiligung der Gemeinde wichtig, da hierdurch  Einnahmen 
erwirtschaftet  werden  können,  die  dann  wieder  allen  Bürgern  zugutekommen. 

Photovoltaik Anlagen 
In  Mammendorf  stehen  aufgrund  der  Siedlungsstruktur  mit  vielen  Ein-  und 
Zweifamilienhäusern sehr viele Dachflächen für die Nutzung durch PV-Anlagen zur Verfügung. 
Viele Dächer werden bereits genutzt, das ungenutzte Potenzial ist aber noch sehr groß. Nach 
dem Klimaschutzkonzept des Landkreises hat Mammendorf allein bei der Stromgewinnung 
durch PV-Anlagen bis 2030 das Potential, über 200% des Stroms zu erzeugen, der zur 
Versorgung gebraucht wird. Durch eine Kombination von PV-Anlagen und Batteriespeichern 
mit Wärmepumpen könnten viele Gebäude auch im tiefsten Winter bis zu 30% des 
erforderlichen Strombedarfs zum Betrieb der Wärmepumpe autark auf dem eigenen Dach 
erzeugen. 
•  Wir wollen im Rahmen die Endverbraucher und Eigentümer auf verschiedenen Kanälen 
über die technischen Möglichkeiten und mögliche Fördertöpfe für die Energieerzeugung 
auf Privatflächen informieren (z.B. Balkonkraftwerke, Batteriespeicher, Wärmepumpen). 

Energiespeicherung und intelligente Stromversorgung 
Windkraft und Solarenergie stehen nicht immer zur Verfügung. Durch Spannungsspitzen wird 
außerdem die Stabilität unserer Stromnetze gefährdet. Aus diesem Grund hat die Speicherung 
überschüssiger Energie eine große Bedeutung. Beim Einsatz von Energiespeichern wollen wir 
auf umweltfreundliche Anlagen achten. Durch dynamische Stromversorgung wird der Strom 
dann verbraucht, wenn er erzeugt wird. 
•  Wir möchten die Errichtung einer gemeindlichen Energiespeicheranlage prüfen lassen, 
die dann an die Energieversorger verpachtet wird. So nutzen wir das Potential unserer 
Mammendorfer Windkraft optimal aus. 

7 Mobilität und Verkehrswende 
7.1  Überblick und Motivation 
Beim Thema Mobilität gibt zwei große Themen, die uns bewegen: 
•  Die Verkehrsbelastung und deren negative Auswirkungen auf uns alle 
•  Die Belastung unsere Umwelt durch den Verkehr 
Zur Lösung dieser Themen wurde bereits viel erreicht. Die Entlastung der Bahnhofstraße, 
durch die Anbindung des Bahnhofs über das Gewerbegebiet Kugelbichl, die Schaffung von 
30iger – Zonen in vielen Wohngebieten, der beständige Ausbau des Radwegenetzes und der 
Ausbau des ÖPNV. Es gibt aber noch viel zu tun. 
Die Belastung an der Ortsdurchfahrt besteht noch immer und muss kurzfristig verbessert 
werden. Zwar wurde im Flächennutzungsplan ein Trassenkorridor für eine Umfahrungsstraße 
vorgesehen, es ist allerdings kurz- bis mittelfristig nicht mit dem Bau einer Umfahrung zu 
rechnen. Deshalb wollen wir hier alle Möglichkeiten ausschöpfen, um bereits jetzt eine 
Entlastung zu schaffen. 
Zur Erreichung der Klimaziele ist es notwendig den ÖPNV zu stärken und den Radverkehr 
attraktiver zu machen. Wir setzen hier auf neue Konzepte im Bereich des ÖPNV. Wichtig ist 
aber auch eine Steigerung der E-Mobilität (E-Autos und E-Fahrrad). 

7.2  Ziele der FW 
Verkehrsbelastung reduzieren 
Aktuell ist davon auszugehen, dass eine Ortsumfahrung in absehbarer Zeit nicht realisiert 
werden kann. Zur Verbesserung der Situation wollen wir daher kurz- und mittelfristig 
innerörtliche Maßnahmen umsetzen, die eine spürbare Entlastung schaffen (vgl. auch 
Ortsentwicklung) 
Zur Verkehrsberuhigung wurden in den Wohngebieten flächendeckend 30iger – Zonen 
eingerichtet. Diese Zonen wollen wir noch ausdehnen (z.B. in Nannhofen). 

Steigerung der Attraktivität des Fuß- und Fahrradverkehrs 
Die Erweiterung des Radwegenetzes ist in den letzten Jahren vorangekommen. Verschiedene 
Ortsteile  und  Nachbarorte  wurden  durch  einen  Radweg  angebunden  (Peretshofen, 
Nassenhausen, Oberschweinbach, Aufkirchen, Hattenhofen). 
Der überwiegende Anteil des Verkehrs an der Ortsdurchfahrt wird durch innerörtlichen Ziel- 
und Quellverkehr erzeugt. Viele Fahrten im täglichen Leben können auch mit dem Fahrrad 
durchgeführt werden. Eine fahrradfreundliche Verkehrsumwelt erlaubt auch Kindern und 
älteren Menschen, sich leicht und sicher auf dem Fahrrad zu bewegen. Deshalb wollen wir die 
Nutzung des Fahrrades unterstützen und attraktiver machen. 
Hierzu wollen wir die folgenden Maßnahmen umsetzen: 
•  Modernisierung der Bundesstraße im Bereich Kriegerdenkmal bis Maisachbrücke mit einer 
angemessene Zahl von Querungshilfen entstehen (vgl. auch Ortsentwicklung). 
•  Das Radverkehrsnetz für das alltägliche Radfahren (Schule, Einkaufen, Arbeitsweg) soll 
ausgebaut und verbessert werden. Wir wollen eine fahrradfreundliche Gestaltung durch 
durchgängige Fahrradwege und gezielte Verkehrslenkung (z.B. 30er-Zonen) erreichen. 
•  Mit unserem Radwegekonzept wollen wir dafür sorgen, dass Radfahren sicherer und 
komfortabler wird – ob auf dem Schulweg, dem Weg zur Arbeit oder beim Ausflug am 
Wochenende. 
•  Auch der Ausbau der überörtlichen Radwegeverbindungen muss vorangetrieben werden. 
Wir wollen hier eine Radwegeverbindung nach Eitelsried schaffen, die dann nach 
Landsberied weitergeführt werden kann. 

Öffentlicher Nahverkehr und Mobilitätsstationen 
Der ÖPNV wurde in den letzten Jahren stetig verbessert. Dies betrifft die Versorgung mit 
öffentlichem Nahverkehr, wie auch die Infrastruktur (2. Bahnsteigzugang, Bushaltestelle am 
Bahnhof, verschiedene Wartehäuschen). 
Die Gefahrenpunkte am Bahnhof wurden allerdings noch nicht vollständig beseitigt, da einige 
Fahrradständer noch neben dem Schwarzgrabenweg belassen wurden. Hier ist für die 
Fahrradnutzer, zumeist Schüler, noch immer das Überqueren der Straße erforderlich. Dies ist 
insbesondere wegen der unübersichtlichen Kurve gefährlich. 
Wir Freie Wähler stehen der Mobilitätswende offen gegenüber. Wir wollen mehr öffentlichen 
Nahverkehr und weniger Individualverkehr hierzu wollen wir Folgendes erreichen: 
•  Regionalzüge 
o     Die mittlerweile sehr gute Verbindung mit Regionalzügen Richtung München 
und Augsburg soll erhalten bleiben. Da im Rahmen der Planung Einführung einer 
Express-S-Bahn bis Hattenhofen ein Einschränkung dieser Versorgung beinhaltet, 
wollen wir hier gezielt Einfluss nehmen. 
o     Wir wollen einen sinnvollen Ausbau der Verbindung nach Augsburg. Dies ist 
uns besonders wichtig, da immer mehr Studenten und Arbeitnehmer Richtung 
Augsburg pendeln 
Hierzu  wollen  wir  den  Druck  auf  die  Entscheidungsträger  über  den  Regionalen 
Planungsverband erhöhen. 
•  Verbesserung der Busverbindungen 
o     Busse  Richtung  Fürstenfeldbruck  an  Wochenenden,  insbesondere  am 
Samstag 
o     Optimierung der Umsteigemöglichkeiten (-zeiten) zwischen Bussen, S-Bahn 
und Regionalzügen. 
•  Verbesserung der Anschlusssituationen mit dem Bus nach FFB Bahnhof (z.B. für 
Pendler nach Eichenau und Puchheim) und zur S-Bahn. 
Auf die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wird häufig verzichtet, weil die letzten Meter 
zu Fuß oder mit dem Taxi zurückgelegt werden müssen. Hier setzt das Mobilitätskonzept des 
Landkreises Fürstenfeldbruck an. Das Konzept sieht vor, dass in Mammendorf am Bahnhof, 
in der Nähe von St. Jakob, am Bürgerhaus und am Freibad Mobilitätsstationen eingerichtet 
werden. Hier können sich können sich alle Bürger Fahrräder, an der zentralen Station in der 
Nähe von St. Jakob auch Autos leihen. Dies macht die ÖPNV flexibler und nutzerfreundlicher. 
Wir unterstützen diese Idee und wollen diese in Mammendorf testen. 
Förderung der E-Mobilität – Unser Motto: Moderne Mobilität für unsere Gemeinde 
Wir erzeugen auf dem Gemeindegebiet inzwischen 2 ½ mal  so viel Strom, wie wir 
verbrauchen. Diesen Stromüberschuss können wir für E-Mobilität verwenden. Wir wollen 
deshalb die E- Mobilität durch Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos vorantreiben. 
Am Bürgerhaus wurde auf Initiative der Freien Wähler die erste Ladestation für E-
Fahrzeuge installiert. Dies wollen wir an mehreren Stellen im Gemeindegebiet wiederholen. 
In der vergangenen Wahlperiode haben wir versprochen, die Mobilität vor Ort neu zu denken 
– heute ziehen wir eine positive Bilanz. Viele unserer Ideen sind nicht nur Konzepte geblieben, 
sondern wurden bereits erfolgreich auf die Straße gebracht. 

Was wir gemeinsam erreicht haben: 
•   Vernetzte Mobilität: Wir haben den Grundstein für eine echte „Saubere Mobilität“ 
gelegt. Durch die intelligente Verknüpfung von ÖPNV, Radverkehr und E-Mobilität 
schaffen wir Alternativen, die flexibel und klimaschonend sind. 
•   Mobilitätsstationen & Service: An unseren neuen Mobilitätsstationen wächst alles 
zusammen. Hier finden Sie nicht nur Leihräder für die „letzte Meile“, sondern auch 
praktische Servicestationen für schnelle Reparaturen zwischendurch. 
•   Ausbau der Ladeinfrastruktur: Um den Umstieg auf E-Mobilität attraktiv zu machen, 
haben wir das Netz an AC- und DC-Ladestationen im gesamten Gemeindegebiet 
forciert und erweitert. Zudem haben wir immer noch die Idee für lokale Carsharing-
Angebote. 
•   Sichere Wege: Mit unserem neuen Radwegekonzept sorgen wir dafür, dass 
Radfahren sicherer und komfortabler wird – egal ob für den Schulweg, den Arbeitsweg 
oder den Ausflug am Wochenende. 
•   Erlebnis Elektromobilität: Durch unsere Vorstellungstage haben wir Mobilität 
erlebbar gemacht. Vom E-Bike über den E-Roller bis hin zum Elektroauto konnten viele 
Bürger die Technik der Zukunft bereits heute testen. 
Diese Themen wollen wir auch in der kommenden Wahlperiode weiterverfolgen. 
In unserer Gewerbegebieten wollen wir durch LKW-Ladestationen dafür sorgen auch beim 
Warentransport auf saubere Energien umzusteigen. 

8 Bezahlbares Wohnen 
8.1  Überblick und Motivation 
Mammendorf liegt im Speckgürtel von München. Durch den Bevölkerungsdruck steigen die 
Grundstückpreise rasant an. Dies verteuert den Wohnraum. Insbesondere junge Menschen 
haben Probleme in ihrer Heimat Wohnraum zu finden, den sie sich leisten können. Wir Freie 
Wähler wollen bezahlbaren Wohnraum schaffen. Hierfür gibt nicht einen Königsweg. Nur ein 
Mix aus verschiedenen Maßnahmen werden helfen die Kosten für den Wohnraum in einen 
bezahlbaren Rahmen zu halten. 
Wir wollen deshalb bedarfsgerechten Wohnraum schaffen. 
Wir wollen deshalb die Vergabe von Gemeindegrund im Erbbaurecht, Schaffung von kleineren 
Wohneinheiten  durch  Bau  von  Mehrfamilienhäusern,  Schaffung  von  barrierefreien 
Wohneinheiten, aktive Vermittlung leerstehendem Wohnraum und Baugrundstücken durch die 
Gemeinde.

8.2  Ziele der FW 
Bezahlbarer Wohnraum ist ein, wenn nicht das zentrale Problem, unserer Gemeinde. 
Derzeit  ist  in  Mammendorf  überwiegend  Wohnraum  in  Form  von  Einfamilienhäusern 
vorhanden. Kleinere Wohneinheiten sind noch nicht in ausreichender Zahl vorhanden. 
Wohnungen stehen leer und werden nicht vermietet. Dies ist ein ernstes Problem. 
Die rasant steigenden Grundstückpreise (derzeit werden im Mammendorf über 1000€/m² 
bezahlt)  führen  zu  immer  höheren  Kosten  für  das  Wohnen.  Inzwischen  haben  der 
Wohnraummangel und die Verteuerung des Wohnraums auch Auswirkungen auf den 
Mittelstand. Er hat also beinahe alle Bürger unserer Gemeinde erreicht. Junge Menschen 
finden keinen Wohnraum, um sich ein eigenes Leben aufzubauen. Senioren finden keine 
kleinere Alternative zu ihren oft viel zu großen Häusern. 

Die  alten  Vorgehensweisen  wie  der  Verkauf  von  Grund  im  Rahmen  von 
Einheimischenmodellen wirkt nicht mehr, da die Gemeinden aus rechtlichen Gründen nicht 
weit unter Preis verkaufen dürfen und somit die Preise dennoch hoch sind. Die eigentliche 
Zielgruppe (Familien mit Kindern) wird deshalb kaum mehr erreicht. 
Uns ist es wichtig, dass bedarfsgerechter Wohnraum für jede Generation zur Verfügung steht. 
Gerade jüngere, aber auch ältere Menschen suchen kleineren Wohnraum. Mit Blick auf die 
demografische Entwicklung in Deutschland wird der Anteil der älteren Menschen in der 
Gesellschaft immer größer. Die Generation der Babyboomer erreicht inzwischen das 
Rentenalter. Der Bedarf an barrierefreien Wohnungen wird aus diesem Grund erheblich 
steigen. Das Problem kann nur durch eine Vielzahl von Maßnahmen gelöst werden. Wir wollen 
deshalb: 
•  Erhebung des Wohnungsbedarfs 
•  Die  Vergabe  von  Gemeindegrundstücken  im  Erbbaurecht.  Dies  reduziert  die 
Investitionskosten für den Wohnraum und beugt der Bodenspekulation vor. 
•  Die   Förderung   der   Bereitstellung   von   bezahlbaren   Mietwohnungen   und 
Eigentumswohnungen gegebenenfalls auch durch Initiativen der Gemeinde, durch eine 
zielgerichtete Bauleitplanung 
•  Förderung des Baus von Mehrfamilien- und Mehrgenerationenhäusern, durch Beratung 
und gezielte Bauleitplanung 
•  Aktive Reduzierung der Baulücken. Hier wollen wir Eigentümer ansprechen und ein 
Baulückenkatasters anlegen in dem jeder Grundeigentümer freiwillig Grundstücke, die 
zum  Verkauf  stehen,  erfassen  lassen  kann.  Hier  wollen  wir  auch  die 
Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Fürstenfeldbruck einbinden 
•  Wir wollen eine Plattform zur Vermittlung von leerstehenden Mietwohnungen einrichten. 
Hier  könnte  auch  die  Wohnungsbaugesellschaft  der  Gemeinden  des  Landkreises 
Fürstenfeldbruck Aufgaben übernehmen 
•  Wir wollen die Entstehung von Baulücken verhindern (z.B. durch Erwerb von größeren 
Flächen bei der Ausweisung von Baugebieten 
•  Innenverdichtung  mit  System,  um  die  Schaffung  von  zusätzlichem  Wohnraum 
Wohneinheiten zur ermöglichen. Damit wollen wir Grundbesitzern ermöglichen mit 
mehreren Generationen auf dem Grundstück zu leben 
•  Ausweisung  von  Baugebieten  die  sich  am  örtlichen  Bedarf  orientieren  und  die 
Mammendorfer Bürger erreichen. 
•  Beratung der Bauwerber im Rahmen der Nachverdichtung mit dem Ziel der Schaffung von 
attraktivem und preisgünstigem Wohnraum 
•  Aktive Kommunikation mit Bauwerbern und Grundeigentümern 
Wohnungsbau durch die Gemeinde oder die Wohnungsbaugesellschaft 
Zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wollen wir, dass auch die Gemeinde oder die 
Gesellschaft für Wohnungsbau der Gemeinden des Landkreise Fürstenfeldbruck Wohnraum 
schafft 
•  Unterstützung des Baus von Mehrfamilienhäusern im Rahmen der Bauleitplanung und der 
Baugenehmigungen, um die Kosten für Grund und Boden für den einzelnen gering zu 
halten und Unterstützung der Bildung von Bauherrengemeinschaften 
•  Unterstützung von Investoren, insbesondere Investoren, die im sozialen Wohnungsbau 
tätig werden. 
•  Gemeindeeigene Grundstücke für den Wohnungsbau bereitstellen 
•  Prüfung der Wohnnutzung für gemeindeeigene Gebäude (z.B. Schambergerhaus) 
•  Grundstücke für den Wohnungsbau erwerben und falls erforderlich Vorkaufsrechte 
ausüben 
•  Reduktion der Baukosten. Sparsames Bauen ist auch Umweltschutz 
•  Errichtung von günstigen Wohnungen. Am besten durch die Wohnungsbaugesellschaft der 
Gemeinden des Landkreises Fürstenfeldbruck. 
•  Die FW setzen sich für den Bau von Mietwohnungen durch die Wohnungsbaugesellschaft 
des Landkreises auf Gemeindegrundstücken ein 
•  Professionelle   Verwaltung   der   gemeindeeigenen   Wohnungen   durch   die 
Wohnungsbaugesellschaft der Gemeinden des Landkreises Fürstenfeldbruck 
•  Professionelle Verwaltung der Wohnungen durch die Wohnungsbaugesellschaft der 
Gemeinden des LKR FFB. 

9 Soziale Themen 
9.1  Überblick und Motivation 
Die sozialen Themen umfassen ein weites Feld, auf dem die Gemeinde tätig werden kann. 
Wir wollen die Menschen hier generationenübergreifend unterstützen. Das beginnt bei der 
Kinderbetreuung, die beim Kleinkind in der Kinderkrippe beginnt und schließlich beim Schüler 
in der offenen Ganztagsschule aufhört. Wir wollen die Anpassung des Schulunterrichts an die 
Anforderungen   der   Digitalisierung   im   Rahmen   der   dringend   erforderlichen 
Schulhauserweiterung. Das Raumangebot der Schule ist nicht mehr ausreichend und 
entspricht nicht den Anforderungen an einen modernen Unterricht. Aus diesem Grund besteht 
hier erheblicher Handlungsbedarf. Mittelfristig werden hier 8-10 weitere Klassenzimmer 
benötigt. 
Die  sozialen  Themen  umspannen  den  Bogen  von  der  Jugendförderung  in  offenen 
Jugendarbeit und der Jugendarbeit in den Vereinen, über die Förderung der Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf, hin zur Unterstützung unserer Senioren durch betreutes Wohnen, 
Unterstützung im täglichen Leben und Barrierefreiheit. Wir wollen auch ganz alltägliche 
Bedarfe wie die Ruhebank auf dem Weg und eine öffentliche Toilette auf dem Kirchenvorplatz. 
Es werden aber auch Räume für die Begegnung und gemeinsame Aktivitäten benötigt. Hier 
sind die Anforderungen ganz unterschiedlich. In Mammendorf sind hier ganz unterschiedlichen 
Möglichkeiten entstanden. Im unserer Einrichtung für das betreute Wohnen wurde ein Café 
eröffnet, das vor allem von Senioren (z.B. den Seniorenkreis der katholischen Pfarrgemeinde) 
für Treffen genutzt wird. Die Funktion wird vor allem durch die zentrale Lage unterstützt. Am 
Bahnhof ist ein Café entstanden, das sehr gut angenommen wird. Die Gemeinde hat die alte 
Schule zu einem Haus der Begegnung umgebaut, das von allen Vereinen genutzt werden 
kann. Die Mehrfachnutzung wurde auch im Vertrag mit dem Trachtenverein festgehalten. Hier 
fehlt noch die konkrete Ausgestaltung. In ehemaligen Armenhaus der Gemeinde Nannhofen 
entstand ein Begegnungsort und ein Café, das für unterschiedliche Events genutzt werden 
kann. 
Für die offene Jugendarbeit wurde im Untergeschoss des Hauses der Begegnung Räume 
geschaffen. Diese werden derzeit vom Jugendcafe e.V. betreut. 
Die  Inklusion  aller  Menschen  unabhängig  von  ihrer  Herkunft  oder  von  körperlichen 
Einschränkungen ist uns sehr wichtig, deshalb wollen wir Barrierefreiheit im öffentlichen Raum 
und die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern. 
Die Seniorenwohneinrichtung im Baugebiet Mammendorf Süd wurde erstellt und ist bereits im 
Betrieb neben dem barrierefreien, betreuten Wohnmöglichkeiten hat sich das Haus mit dem 
Cafe Q4 zu einem Treffpunkt für Senioren entwickelt. Im Gemeindewohngebäude an der 
Augsburgerstraße  zwischen  Kreuzstraße  und  Ronbergerweg  wurden  barrierefreie 
Wohnungen geschaffen, die auch gut durch Senioren genutzt werden können. 
Durch  den  Neubau  des  Kinderhauses  im  Baugebiet  Mammendorf  Süd  wurde  die 
Kinderbetreuung in unserem Ort sichergestellt. 

9.2  Ziele der FW 
Schulgebäude 
Das Schulgebäude in Mammendorf bietet aus unserer Sicht bereits derzeit eine gute 
Lernumgebung. Wir wollen dieses Angebot weiterentwickeln und fit für einen modernen, 
zukunftsorientierten Unterricht machen. Darunter verstehen wir nicht nur Klassenzimmer, 
sondern auch weitere erforderliche Räume (z.B. Gruppen-, Lese-, Aufenthaltsräume). Die 
gestiegene Schüleranzahl und Anforderungen durch moderne Unterrichtsmethoden erfordern 
das Handeln der Gemeinde als Sachaufwandsträger. Wir wollen hier für unsere Kinder die 
bestmöglichen Voraussetzungen für das Lernen schaffen. Dabei müssen und wollen wir die 
Finanzen der Gemeinde im Auge behalten. Wir dürfen finanzielle Leistungsfähigkeit der 
Gemeinde nicht überschreiten, um auch auf anderen Politikfeldern handlungsfähig zu bleiben. 
Deshalb wollen wir auch mögliche Alternativen (z.B. Modulbauweise) prüfen und auch dabei 
darauf achten, dass ein qualitativ hochwertiger Lernraum entsteht. 
Bei den Planungen wollen wir auch den überregionalen Bedarf an Schulraum (z.B. für den M-
Zweig) im Auge behalten und uns mit den anderen Kommunen abstimmen, damit wir nicht 
am Bedarf vorbei bauen. 
Digitale Systeme und Werkzeuge durchdringen die Gesellschaft. Digitale Kompetenz ist 
deshalb von entscheidender Bedeutung: Unsere Kinder müssen lernen digitale Medien 
selbstbestimmt und verantwortungsvoll zu nutzen. Unsere Schule muss deshalb überall auf 
schnelles Internet zurückgreifen können und über entsprechende Ausrüstung wie mobile 
Computer verfügen. Wir wollen die Ausrüstung der Schule im Rahmen des „DigitalPakt 
Schule“ voranbringen. 
Wir wollen hierbei aber keine unüberlegten Beschaffungen, sondern mit den Lehrkräften und 
Spezialisten   aus   der   Informatik   nach   wirtschaftlichen   Lösungen   suchen. 

Auch für die offene Ganztagsschule (OGTS) sind mittlerweile mehr Räume erforderlich. Um 
nicht Kinder abweisen zu müssen, wollen wir im Rahmen der Schulhauserweiterung auch 
zusätzliche Räume für die OGTS vorsehen. 
Während der Bauarbeiten wollen wir darauf achten, dass die Härten für die Schüler so gut es 
geht abgefangen werden. Falls erforderlich wollen wir Ausweichräume in Modulbauweise zur 
Verfügung stellen. 

Offene Ganztagsschule 
Die Betreuung der Schüler im Anschluss an den Unterricht durch die offene Ganztagsschule 
und im Rahmen der Mittagsbetreuung wird immer wichtiger. Leider ist diese Einrichtung 
beständig unterfinanziert, da die staatlichen Zuschüsse für eine pädagogische Arbeit, die allen 
Schülern gerecht wird, nicht ausreicht. So kann z.B. Schülern, die eine besondere Betreuung 
benötigen nicht die notwendige Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Dies wirkt sich auf 
diesen Schüler ganz konkret aus, trifft aber auch die ganze Gruppe. Wir wollen uns deshalb 
für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der OGTS einsetzen. 

Schulwegsicherheit 
Immer mehr Kinder werden mit dem Auto zur Schule gefahren. Dies führt insbesondere in den 
Stoßzeiten zu Verkehrsproblemen und Gefahrensituationen im Schulbereich. Es führt aber 
auch dazu, dass den Kindern eine wichtige Erlebniswelt genommen wird. Oft erfolgt der 
Transport mit dem Auto deshalb, wenn die Eltern aus subjektiven oder objektiven Gründen der 
Meinung sind, dass der Schulweg unsicher ist. Dabei wird aber oft außer Acht gelassen, dass 
die die Transportfahrten Teil des Problems sind. Wir wollen die „Schultransportverkehr“ 
reduzieren und die Schulwegsicherung weiter steigern. 
•  Aufklärung der Eltern in Zusammenarbeit mit der Schule 
•  Gewinnung von mehr Schulweghelfern 
•  Initiative „Gehender Schulbus“, d.h. Bildung von Gruppen die mit einem erwachsenden 
Begleiter gemeinsam zur Schule gehen 
•  Ermittlung von Gefahrenpunkten (z.B. Überquerung B2) auf dem Schulweg und deren 
Entschärfung. Durch eine angemessene Verkehrsführung wollen wir die Sicherheit unserer 
Kinder im Bereich der Schule verbessern. 
Vereinsförderung 
Die Vereine in Mammendorf sind einer der größten Pluspunkte unseres Ortes. Sie tragen zu 
einem aktiven Ortsleben bei, pflegen das Brauchtum und erbringen sehr viel ehrenamtliche 
Arbeit für unsere Gemeinschaft. Wir wollen deshalb die Vereine weiterhin unterstützen und 
fördern. 
Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen in unserer Gemeinde ein vielfältiges Freizeitangebot 
vorfinden. Die Verein leisten hier eine hervorragende Arbeit. Aus diesem Grund wollen wir die 
Vereine insbesondere im Bereich der Jugendarbeit fördern. 
Für ihre Arbeit benötigen die Vereine Räumlichkeiten. Hier hat die Gemeinde schon bisher 
Raum bereitgestellt (z.B. Sporthallen, Schützenheim im Bürgerhaus, Zuschuss für den Bau 
des Vereinsheims des TCM). Nach dem Umbau der alten Schule zum Haus der Begegnung 
stehen zusammen mit den anderen Gebäuden aus Sicht der FW ausreichend Räume bereit. 
Damit wir möglichst vielen Vereinen ein Heim bieten können, streben wir, soweit erforderlich, 
eine  Mehrfachnutzung  von  Räumen  an.  Auf  Initiative  der  FW  wurde  dies  in  der 
Nutzungsverträgen für das Haus der Begegnung auch so festgelegt. Nun wollen wir eine 
praktikable Umsetzung vorantreiben. 
Oft werden von Vereinen und Gruppen ein Raum nicht für eine Dauernutzung, sondern z.B. 
für Besprechungen gesucht. Wir denken hier an Vereine wie z.B. Brem sur Mer, die politischen 
Gruppierungen, die Elternbeiräte, Seniorentreffs. 
Die gemeindlichen Gebäude sollen, sofern dies sinnvoll und umsetzbar ist, von allen Vereinen 
und  Gruppen  gemeinsam  genutzt  werden.  Hierzu  wollen  wir  über  eine  Online-
Buchungsplattform Transparenz über die verfügbaren Räume herstellen. 

Kulturförderung 
Die Förderung des Kulturlebens in unserer Gemeinde ist uns sehr wichtig, da dies ein 
wichtiges Element einer lebendigen Gemeinschaft bildet und auch die Bürger erreicht, die nicht 
in Vereinen organisiert sind. In Mammendorf ist bereits ein Vielfältiges Kulturangebot 
vorhanden. Aufgrund von geringen Besucherzahlen konnte seit dem letzten Jahr kein 
Volksfest mehr durchgeführt werden. Wir finden das sehr schade und wollen hierfür einen 
Ersatz schaffen. Wir könnten uns hier z.B. eine Nacht der langen Tafel vorstellen. 

Förderung des Sports 
Nachdem nun aufgrund unserer Anregung eine neue Turnhalle auf dem ehemaligen Parkplatz 
der alten Mehrzweckhalle errichtet wurden, reichen die Sporthallenkapazitäten aus.Die alte 
Schulturnhalle kann nicht mehr wirtschaftlich saniert werden. In den nächsten Jahren muss 
das weitere Vorgehen festgelegt werden. Derzeit ist geplant im Zusammenhang mit einer 
Schulhauserweiterung einen Ersatzbau zu errichten. Diese Variante ist attraktiv, weil nach 
Auskunft der Verwaltung hierfür Zuschüsse gezahlt werden. 
Die FW wollen weiterhin, dass ausreichende Raumkapazitäten für den Sport zur Verfügung 
stehen. Uns ist es aber auch wichtig, dass das Raumangebot zur tatsächlichen Bedarf aller 
Sportbegeisterten im Mammendorf passt. Deshalb wollen zuerst einmal den Raumbedarf 
ermitteln. Gfs. müssen wir auch Alternativen zum Bau einer Einfachturnhalle, wie z.B. 
Gymnastikräume prüfen. 

Förderung von Menschen in schwierigen Lebenslagen 
Die Unterstützung von Bürgern in besonderen Lebenslagen ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir 
wollen Alleinerziehende, Bürger mit zu niedrigem Einkommen und Bürger in anderen 
schwierigen Lebenslagen unterstützen und ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. 
Deshalb ist es uns wichtige den Mammendorfer Sozialfond zu erhalten und zu fördern. Auch 
die Stiftung „Ein bisschen mehr wir, ein bisschen wenige ich (EBMW) wollen wir fördern und 
erhalten. 

Senioren fördern und unterstützen 
Wir wollen die Angebote für Senioren in Mammendorf ausbauen. Insbesondere im Hinblick auf 
die demographische Entwicklung ist das für uns ein zentrales Thema! Senioren benötigen 
medizinische Versorgung möglichst nah an der Wohnung. Weiterhin sind wohnungsnahe 
Einkaufsmöglichkeiten wichtig. 
Wir sind deshalb der Meinung, dass es zwar wichtig ist das Ortszentrum zu beleben (z.B. Markt 
am Rathausplatz) und dort verschiedene Infrastruktureinrichtungen anzusiedeln. Es ist aber 
auch   wichtig   in   den   anderen   Ortsteilen   Infrastruktur   bereitzustellen   (z.B. 
Einkaufsmöglichkeiten). 
Weiterhin ist uns eine seniorengerechte Weiterentwicklung des ÖPNV wichtig. Hier wollen 
wir vor allem barrierefreie Zugänge zu den Verkehrsmitteln und flexiblere Fahrmöglichkeiten, 
die alle Ortsteile bedienen (z.B. Ruftaxis zum MVV – Tarif). 

Jugendförderung 
Die Förderung der Jugend ist uns ein großes Anliegen. Wir wollen hier folgendes erreichen: 
•  Für die offene Jugendarbeit wurden Räume im Untergeschoss des Hauses der 
Begegnung bereitgestellt, die vom Jugendcafe e.V. betreut werden. Auf Betreiben der FW 
können diese Räume auch von anderen Vereinen für die Jugendarbeit genutzt werden. 
Um die Nutzung zu erleichtern stellen wir uns ein Online-Buchungssystem vor. 
•  Weiterführung und Ausbau der Förderung der Jugendarbeit in den Vereinen 
•  Das Jugendcafe e.V. muss weiterhin unterstützt werden. Insbesondere die offene 
Jugendarbeit und das Ferienprogramm wollen wir fortführen und ausbauen. Eine längere 
Öffnungszeit der Jugendräume für die offene Jugendarbeit ist uns wichtig. 
•  Einbindung der Jugend in politische Entscheidungen. Der von den Freien Wählern 
vorgeschlagene Jugendbeirat Mammendorf hat 2017 seine Arbeit aufgenommen. Er bringt 
die Sicht der Jugend in die Arbeit des Gemeinderates ein und verfolgt eigene Projekte. 
Damit ist ein großer Schritt zur Einbindung der Jugend erreicht. In der Coronazeit ist die 
Arbeit des Jugendbeirats zum Erliegen gekommen, wir wollen dies wichtige Mitwirkung der 
Jugend in der Politik wiederbeleben. 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird immer wichtiger, da oft beide Partner in einer 
Beziehung berufstätig sind und auch beide Partner mehr Zeit mit den Kindern verbringen 
wollen. Folgende Bausteine sind aus unserer Sicht wichtig: 
•  Kinderbetreuung: Durch den Neubau eines Kinderhauses im Baugebiet Mammendorf 
Süd wurde die Kinderbetreuung in unserem Ort sichergestellt. Wir wollen weiterhin den 
Bedarf prüfen und falls erforderlich die Kinderbetreuungsmöglichkeiten weiter ausbauen. 
Wichtig ist uns eine gute personelle Ausstattung der Kinderbetreuungseinrichtungen, um 
eine optimale Betreuung zu gewährleisten. 
•  Ganztagsbetreuung in der Schule: Die Ganztagsbetreuung wollen wir durch mehr 
Räume und eine bessere finanzielle Ausstattung unterstützen. 
•  Arbeitsplätze  am  Ort:  Wir  wollen  weitere  Arbeitsplätze  durch  die  gemäßigte 
Ausweisung von Gewerbegebieten schaffen 

Generationenübergreifendes Zusammenleben 
Wir sind der Meinung, dass alle Generationen voneinander lernen und profitieren können. 
Deshalb wollen wir das Generationen übergreifende Zusammenleben fördern. Hierfür wollen 
wir folgenden erreichen: 
•  Einladung von älteren Mitbürgern in unsere Kindergärten und Durchführung gemeinsamer 
Veranstaltungen 
•  Förderung des Baus von Mehrgenerationenhäusern in neuen Baugebieten 

Barrierefreiheit 
Barrierefreiheit ist eine ganz wesentliche Voraussetzung für Inklusion. Sie ist die Grundlage 
dafür, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen am (öffentlichen) Leben teilnehmen 
können. Wird von Barrierefreiheit gesprochen, dann denke viele zuerst an die Menschen mit 
einer Gehbehinderung. Aber auch andere z.B. mit einer Sehschwäche haben Probleme sich 
im öffentlichen Raum zu bewegen. Wir wollen deshalb bei allen Projekten der Gemeinde 
darauf achten, dass soweit das möglich ist Barrierefreiheit hergestellt wird oder erhalten bleibt. 
Damit vor allem für ältere Menschen die Wege barrierefrei werden, wollen wir Ruhebänke 
errichten, die die Möglichkeit zur Rast auf längeren Wegen bieten. 

Öffentliche Toilette am Kirchenvorplatz 
Der Kirchenvorplatz ist ein zentraler Platz. Aus diesem Grund wollen wir hier eine öffentliche 
Toilette errichten. Diese ist vor allem für Gottesdienst- und Friedhofsbesucher wichtig. Damit 
die Toilette auch in hygienisch einwandfreiem Zustand ist, wollen wir, dass sie selbstreinigend 
ist. 

10     Wasserversorgung und Lebensgrundlagen 
10.1 Überblick und Motivation 
Wasserförderung aus einem Tiefbrunnen der Gemeinde Mammendorf und Wasserlieferung 
von  der  Adelburggruppe.  Die  Wasserqualität  ist  gut.  Es  besteht  derzeit  kein  akuter 
Handlungsbedarf. 
Wir wollen die Wasserversorgung mittelfristig wieder vollständig mit Brunnen der Gemeinde 
decken. Insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des Weltklimas wird es erforderlich sein 
alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um sauberes Trinkwasser zu gewinnen. Deshalb wollen wir 
mit der Sanierung des Wassereinzugsgebietes kurzfristig beginnen. 
10.2 Ziele der FW 
Wir sind gegen eine Privatisierung der Wasserversorgung. Entsprechende Pläne von der EU 
in  Brüssel  werden  entschieden  abgelehnt.  Die  Wasserversorgung  ist  ein  Teil  der 
Daseinsvorsorge und nicht geeignet, um großen Konzernen Gewinne auf Kosten der 
Verbraucher zu ermöglichen. 
Unabhängig von der Entwicklung der Wasserversorgung für Mammendorf sind die FW gegen 
jede Industrialisierung der Wasserversorgung durch Großkonzerne. Wir treten entschieden 
dafür ein, dass die Wasserversorgung unserer Bürger weiter in den Händen unserer 
Gemeinde bleibt. 
Für eine Rückkehr zur vollständigen Eigenversorgung mit Trinkwasser muss mittel- und 
langfristig eine Vorbehaltsfläche als neues Wasserschutzgebiet ausgewiesen werden. Wir 
wollen deshalb im Zusammenhang mit den neuen landespolitischen Zielen, wie z.B. der 
naturnahen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, das Brunneneinzugsgebiet sanieren 
und zur eigenen Wasserversorgung zurückkehren. 

11     Abwasserentsorgung 
11.1 Überblick und Motivation 
Die im Jahr 1968 fertiggestellte Kläranlage musste in den letzten Jahren umfassend saniert 
werden. Auch das Kanalnetz das größtenteils aus den 1960er- und 1970er – Jahren stammt, 
musste wegen Undichtigkeiten saniert werden. Diese Maßnahmen kosten weit 5 Mio. 
Der Gesetzgeber schreibt für die Abwasserentsorgung eine Finanzierung über Beiträge oder 
Gebühren vor. Eine Finanzierung aus dem allgemeinen Haushalt ist unzulässig. 
Die Mittel werden derzeit aus dem allgemeinen Haushalt vorfinanziert. Diese Unterdeckung 
muss jedoch aus den o.g. rechtlichen Gründen im Nachgang in die Kalkulation der 
Finanzierung einfließen. 

11.2 Ziele der FW 
Wir wollen weiterhin eine einwandfrei funktionierende Abwasserversorgung zur Verfügung 
stellen. Die Generalsanierung der Kläranlagen und die Überarbeitung des Kanalnetzes hatten 
und haben von uns Priorität. Gerade beim Kanalnetz wird noch weiterer Renovierungsbedarf 
auf die Gemeinde zukommen. 
Für uns ist es wichtig, dass die Gemeinde eine umfassende Bestandsanalyse durchführt und 
entsprechend  dokumentiert.  Für  sämtliche  Anlagenteile  muss  ein  Wartungs-  und 
Instandhaltungsplan erstellt werden, welche uns über viele Jahre im Voraus eine technisch 
einwandfreie Funktion der Anlagen, sowie finanzielle Sicherheit über die erforderlichen 
Maßnahmen bietet. Sanierungen an unseren Ver- und Entsorgungsnetzen dürfen uns und 
unseren Haushalt nicht überraschen, sondern müssen planbar sein. Bei dieser Ersterhebung 
dürfen wir nicht stehen bleiben. Eine laufende Fortschreibung der Daten ist unerlässlich. 
Die Finanzierung der Maßnahmen über Beiträge und Gebühren ist gesetzlich vorgeschrieben. 
Da es sich bei den Maßnahmen um Verbesserungen der Infrastruktur handelt, kann die 
Finanzierung über Beiträge erfolgen, die von den Grundstückeigentümer entsprechend der 
Grundstückfläche (max. 1800 m²) und der Geschossflächenzahl zu zahlen sind. 
Gebühren werden von allen Nutzern bezahlt (wie bisher); hier fließen den Baukosten über die 
Abschreibungen ein. Die Gebühren würden aus diesem Grund stark ansteigen. 
Es ist auch eine Mischfinanzierung zulässig. Es könnte also ein Teil der Kosten aus Beiträgen 
und der übrige Teil aus Gebühren finanziert werden. 
Da die Entscheidung eine erheblich Auswirkung auf die Bürger hat, möchten wir hier die Bürger 
einbeziehen und informieren, denn jede der Finanzierungsart hat vor und Nachteile. 
Die wesentlichen Vor- und Nachteile sind folgende: 
Gebühren: 
Vorteil: Kosten werden entsprechend der tatsächlichen Nutzung getragen 
Nachteil: Lange Refinanzierung durch Abschreibungen 
Beiträge: 
Vorteil: Schnelle Refinanzierung, es wären auch die Inhaber von Zweitwohnungen und 
Eigentümer unbebauter Grundstück beteiligt 
Nachteil: Hoher Verwaltungsaufwand 

12     Gemeinderat   und   Gemeindeverwaltung,   Gemeindliche Einrichtungen 
12.1 Überblick und Motivation 
Wir wollen die Leistungsfähigkeit unserer Verwaltung erhalten und weiter ausbauen. Dies gilt 
insbesondere für unseren Bauhof und unsere Feuerwehr. Die Digitalisierung ermöglicht es 
Bürger  und  Mandatsträger  besser  mit  Informationen  zu  versorgen  und  sie  in  die 
Entscheidungs- und Verwaltungsprozesse einzubinden. Wir wollen deshalb die Digitalisierung 
der Verwaltung vorantreiben. 
 

12.2 Ziele der FW 
Gemeinderat 
Zur Gemeindeverwaltung gehört auch der Gemeinderat, der die strategischen und taktischen 
Entscheidungen in der Gemeinde trifft. Die Arbeit des Gemeinderats erfolgt in den Sitzungen 
der Vollversammlung, in Ausschusssitzungen, aber auch in vielen Besprechungen der 
Fraktionen, Vor-Ort-Terminen, Exkursionen. Die Gemeindebürger können sich zwar durch den 
Besuch der öffentlichen Sitzungen einen Einblick in die Themen verschaffen. Einen Überblick 
erhalten sie aber dadurch nicht und vor allem oft nicht frühzeitig. Für wichtige Themen werden 
zwar auch öffentliche Informationsveranstaltungen angeboten (z.B. zum Thema Integriertes 
städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)). An diesen Terminen können aber viele aus 
verschiedensten Gründen nicht teilnehmen. Deshalb wollen wir eine Informationsplattform 
aufbauen auf der Themen bereits in der Entstehungsphase dargestellt werden und auch die 
Möglichkeit zur Interaktion besteht (vgl. auch Brucker Stadtgespräch). Es sollte auch die 
Möglichkeit bestehen mit Gemeinderäten und -fraktionen Kontakt aufzunehmen. 

Transparentere Entscheidungsprozesse 
Die Entscheidungsprozesse in Verwaltung und Gemeinderat sind für die Beteiligten nicht 
ausreichend transparent. 
•  Einbindung der Bürger in die Planung der mittel- und langfristigen Entwicklungsziele der 
Gemeinde (aktive Beteiligung und Informationen über das Internet) 
•  Verbesserung der Information des Gemeinderats durch IT – Unterstützung, Einführung 
eines Ratsinformationssystems 
•  Mehr Transparenz gegenüber durch veröffentlichte der Sitzungsprotokolle 

Stetige Modernisierung der Verwaltung 
Die Aufgaben der Gemeindeverwaltung werden immer umfangreicher. Die demographische 
Entwicklung führt zu einem Fachkräftemangel, der insbesondere die öffentliche Verwaltung 
vor Probleme stellen wird. Dies erfordert eine stetige Modernisierung der Verwaltung. 
•  Ausbau der IT – Unterstützung (z.B. Einsatz von Geoinformationssystemen bei der 
Überwachung    der    Gewährleistung    von    Straßenaufbrüchen    durch    die 
Versorgungsunternehmen) 
•  Ausbau des Zugangs zu öffentlichen Dienstleistungen über das Internet 

Gemeindliche Einrichtungen 
Mammendorf besitzt eine leistungsfähige Feuerwehr, deren Mitglieder äußerst engagiert für 
unsere Sicherheit arbeiten. 
Der Bauhof nimmt als Dienstleister wichtige Aufgaben in der Gemeinde war. Neben der Pflege 
der Grünanlagen, der Straßen und der gemeindlichen Gebäude erbringt er noch weitere 
vielfältige Dienstleistungen. 
Die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr und des Bauhofs muss erhalten bleiben. 

Transparentere Entscheidungsprozesse 
Die Entscheidungsprozesse in Verwaltung und Gemeinderat sind für die Beteiligten nicht 
ausreichend transparent. 
•  Einbindung der Bürger in die Planung der mittel- und langfristigen Entwicklungsziele der 
Gemeinde (aktive Beteiligung und Informationen über das Internet) 
•  Verbesserung der Information des Gemeinderats durch IT – Unterstützung, Einführung 
eines Ratsinformationssystems 
•  Mehr Transparenz gegenüber durch veröffentlichte der Sitzungsprotokolle 

13     Gemeindefinanzen und -haushalt 

13.1 Überblick und Motivation 
Die finanzielle Lage von Mammendorf ist, wie bei fast allen Kommunen, sehr angespannt. Die 
Ausgaben steigen stärker als die Einnahmen. Gründe sind vor allem zahlreiche Aufgaben die 
Bund und Land an die Kommunen übertragen, ohne für die Finanzierung zu sorgen. Ein 
Beispiel sind die Kosten für Kinderbetreuungseinrichtungen. Diese wurden von der Gemeinde 
etwa zu 30 % getragen, mittlerweile sind es rund 50%, da die staatlichen Zuschüsse nicht mit 
den steigenden Kosten Schritt halten. Ein weiteres Beispiel ist die Kreisumlage: Wir müssen 
mittlerweile rund 55% der Steuereinnahmen an den Landkreis abführen. Das heißt, wenn wir 
einen Euro ausgeben, brauchen wir dafür 2,20 Euro Steuereinnahmen. 
 

13.2 Ziele der FW 
Solide Finanzen sind für die FW ein wichtiges Kernziel. Bei der Planung aller Projekte sollte 
immer die Finanzlage im Blick bleiben. Unser Leitmotiv ist, nicht mehr auszugeben als wir 
einnehmen. 

Steigerung der Einnahmen 
Die  Gewerbesteuer-Einnahmen  können  wir  selbst  beeinflussen.  Deshalb  wollen  wir 
kontinuierlich   Gewerbegebiets-Flächen   neu   erschließen,   vor   allem   für   örtliche 
Gewerbetreibende.  Baulücken  in  Gewerbegebieten  wollen  wir  durch  entsprechende 
Vertragsklauseln vermeiden. 

Prüfung, ob das Schambergerhaus zumindest vorübergehend wirtschaftlich genutzt werden kann. 
Senkung der Ausgaben 
Die Ausgaben der Gemeinde müssen auf den Prüfstand gestellt werden. 
Die größten Ausgabepositionen der Gemeinde waren in den vergangenen Jahren die Kosten 
für den Neubau und die Renovierung von Gemeindegebäuden und öffentlichen Plätzen (z.B. 
Kinderhaus im Baugebiet Mammendorf Süd, Haus der Begegnung, Rathaus, Rathausplatz). 
Hier wollen wir in Zukunft darauf achten, dass bei der Planung die Wirtschaftlichkeit eine 
größere Rolle spielt. D.h. dass günstigere Alternativen (z.B. Modulbauweise) geprüft werden 
und dass die Kosten für den Unterhalt bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. 
Wichtig ist auch, dass die Bauüberwachung durch die Planer und die Gemeinde optimiert wird, 
um Folgekosten zu vermeiden. Eine wesentliche Rolle spielt hier die Bauverwaltung, die durch 
Markterkundung und Ideen zum Erfolg der Gemeinde beitragen sollte und kann. 
Verbesserung der Finanzplanung 
•  Die Kosten für die Instandhaltung der Infrastruktur (z.B. Gemeindestraßen, Kanal, 
Wasserleitungen)  müssen  systematisch  in  die  Finanzplanung  einbezogen  werden. 
Rücklagen für zukünftige Ausgaben sind zu bilden. 
•  Systematische Erfassung des Zustands und des Sanierungsbedarfs der gemeindlichen 
Gebäude. 
•  Ziel jeder Finanzplanung muss es sein die Fähigkeit zur Erbringung freiwilliger Aufgaben 
zu erhalten. Hierunter fällt z.B. die Vereinsförderung. 
•  Mittelfristig muss die finanzielle Situation der Gemeinde so ausgerichtet werden, dass die 
Erstellung der gemeindlichen Infrastruktur und deren Erhaltung aus den laufenden 
Einnahmen bestritten werden kann. Derzeit werden die großen Infrastrukturmaßnahmen 
aus der Wertschöpfung, die bei Ausweisung von Baugebieten erzielt wird, finanziert. Wir 
wollen hier Alternativen für einen langsamen Umbau erarbeiten. 
•  Es müssen angemessene Rücklagen gebildet werden, um große Zukunftsprojekt stemmen 
zu können und auf unvorhergesehene Maßnahmen vorbereitet zu sein.