Programm der FW Mammendorf zur Kommunalwahl 2026
Hier als PDF zum herunterladen.
1 Ortsentwicklung
2 Schnelles Internet
3 Gewerbe
4 Hochwasserschutz
5 Umweltschutz und Landschaftsplanung
6 Klimaschutz und Energieversorgung
7 Mobilität und Verkehrswende
8 Bezahlbares Wohnen
9 Soziale Themen
10 Wasserversorgung und Lebensgrundlagen
11 Abwasserentsorgung
12 Gemeinderat und Gemeindeverwaltung, Gemeindliche Einrichtungen
13 Gemeindefinanzen und -haushalt
1 Ortsentwicklung
1.1 Überblick und Motivation
Mammendorf ist ein Ort in einer hervorragenden Lage zwischen München und Augsburg, nahe
an den Naherholungsgebieten an den bayerischen Seen. Dies führt dazu, dass der Ort schnell
wächst. Wir wollen die Attraktivität des Ortes erhalten, damit sich die Bürger hier wohlfühlen,
hier gerne wohnen und sich hier gerne aufhalten und engagieren. Mammendorf soll nicht zum
bloßen Schlafort werden. Die Umgehungsstraße wird in naher Zukunft nicht realisiert werden,
deshalb müssen wir bei der Gestaltung des Ortskerns die aktuelle Situation als Basis
betrachten. Wir wollen für die Bürgerinnen und Bürger, die im Ortszentrum leben, arbeiten und
die Angebote nutzen bereits jetzt Verbesserungen erreichen und die Ortsdurchfahrt attraktiver
gestalten.
Nach dem Motto „Außen schonen - Innen Wohnen“ wollen wir die Innenentwicklung fördern
und Anreize bieten, um Gebäude im Innenbereich zu renovieren und Wohnraum zu schaffen.
Weiterhin wollen wir in enger Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern Baurechte im
Innenbereich ausbauen.
Am 21.10.2020 hat der Gemeinderat ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept
(ISEK) verabschiedet. Dieses Entwicklungskonzept beinhaltete zu Beginn Maßnahmen im
Bereich der Ortsdurchfahrt zwischen dem Feuerwehrhaus und der St. Jakobskirche. Im
weiteren Verlauf des Verfahrens wurden dann auch Grundstücke entlang der Bahnhofstraße
in das Sanierungsgebiet integriert und im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 26.10.2021
in einer Sanierungssatzung festgelegt. Das Entwicklungskonzept enthält Maßnahmen, die
vom Gemeinderat priorisiert und bisher zum großen Teil nicht umgesetzt wurden.
Dem Antrag der FW-Fraktion vom 18.9.2024 auf Einrichtung eines ISEK-Beirates wurde
zugestimmt. Bis dato wurden von der Verwaltung hierzu keine weiteren Maßnahmen ergriffen.
Bisher wurden auf öffentlichem Grund die folgenden Maßnahmen im Rahmen des ISEK
umgesetzt:
• Renovierung des Hauses der Begegnung (alte Schule)
• Gestaltung des Rathausplatzes
Ein zentrales Ziel des ISEK ist auch den Fußgängerverkehr zu stärken. Hierzu wurden in den
vergangenen Jahren Querungshilfen für Fußgänger entlang der B2 geschaffen.
1.2 Ziele der FW
Mammendorf liegt im Speckgürtel von München. Der Siedlungsdruck ist hoch. Die Gemeinde
wird immer öfter mit Forderungen nach einer dichteren Bebauung konfrontiert. Aufgrund von
Anträgen, die einzelne Grundstücke betrafen, wurde die Möglichkeit einer höheren Bebauung
geschaffen, ohne die Auswirkungen auf die bestehende Bebauungsplanung zu prüfen. Dieses
Vorgehen wurde auf Initiative der FW aufgegeben. Wir wollen eine systematische und
planvolle Nachverdichtung, bei der auch die Auswirkungen auf das gesamten Umgriff des
jeweiligen Bebauungsplans berücksichtigt werden.
Wir wollen trotz der berechtigten Anforderungen nach einem sparsamen Umgang mit Grund
und Boden und auch wirtschaftlicher Interessen, nicht die Lebensqualität aus den Augen
verlieren. Zur Lebensqualität gehört eine konsequente Durchgrünung unseres Ortes und die
Beschränkung der Versiegelung. Eine zu hohe Versiegelung verhindert u.a. die
Versickerung von Wasser auf den Grundstücken. Dies ist hat insbesondere bei Hochwasser
und Starkregenereignissen negative Auswirkungen.
Es erfordert einen großen Spagat, diese Ziele in Einklang zu bringen. Wir sind aber der festen
Auffassung, dass es keinen Sinn macht, lediglich einem dieser drei Ziele nachzulaufen,
sondern wollen alle Gesichtspunkte betrachten.
Die Gestaltung unseres Ortes hat wesentliche Einflüsse auf das soziale Zusammenleben, auf
die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, unsere Umwelt, die Natur und nicht zuletzt auf
das Wohlbefinden der Bürger. Bei allen Themen der Ortsentwicklung dürfen wir die
demographische Entwicklung nicht aus den Augen verlieren. Die Babyboomer erreichen im
Lauf der nächsten Jahre das Rentenalter. Die Folge ist, dass die Anforderungen älterer
Menschen bei allen Maßnahmen der Ortsentwicklung zu berücksichtigen sind. Sei es das
Thema Barrierefreiheit oder auch nur die Bereitstellung von Sitzbänken auf unseren Straßen.
Wir wollen hier die folgenden Ziele umsetzen:
Konsequente Umsetzung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK)
Im Rahmen des „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK)“ wurden
Entwicklungsziele für den Ortskern zwischen der St. Jakobs und der St. Nikolauskirche
erarbeitet. Das Projektteam hat aber nicht nur den Ortskern betrachtet, sondern den gesamten
Ort in die Untersuchung einbezogen, so dass die Ergebnisse auf ganz Mammendorf
anwendbar sind.
Den Freien Wählern ist es wichtig, mittel- bis langfristige Entwicklungsziele für unsere
Gemeinde zu erarbeiten. Deshalb unterstützen wir die Umsetzung des ISEK, das alle
Fassetten unserer Ortsgemeinschaft beleuchtet hat und Entwicklungsziele beinhaltet.
Wir wollen eine konsequente Umsetzung dieser Entwicklungsziele, damit Mammendorf ein
lebenswerter Ort für alle Bürgerinnen und Bürger bleibt und seinen Charakter behält.
Diese Umsetzung wird nur funktionieren, wenn möglichst viele Bürger mitmachen und ein
weitgehender bürgerschaftlicher Konsens hergestellt werden kann. Deshalb wollen wir die
Bürgerbeteiligung fortsetzen und durch und durch die Gründung eines ISEK – Beirats
ausweiten.
Auch private Grundstückeigentümer im Sanierungsgebiet sollen auf freiwilliger Basis in die
Umsetzung einbezogen werden. Deshalb muss auch diese Gruppe abgeholt und für die
Mitwirkung motiviert werden. Hier wollen wir Informationsrunden initiieren und einen
Austausch auf Augenhöhe über die Möglichkeiten, die sich im Rahmen der städtebaulichen
Sanierung ergeben, ermöglichen.
Wir wollen dafür Sorge tragen, dass die erarbeiteten Ergebnisse im Gemeinderat konsequent
verfolgt und umgesetzt werden. Wichtig ist, dass die Entwicklungsziele auf den ganzen Ort
übertragen und nicht ausschließlich in der Ortsmitte realisiert werden. Ein „weiter so“ kann
es mit uns nicht geben.
Zur Sicherstellung der Umsetzung wollen wir ein Steuerungsteam einrichten, welches die
Aufgabe hat
• die sich meist über mehrere Jahre erstreckende Umsetzung der Projekte und
Maßnahmen zu planen und zu steuern,
• dabei sich verändernde Rahmenbedingungen wie Kostensteigerungen oder
Fördertatbestände, sowie neue Akteurinnen und Akteure zu berücksichtigen,
• und letztendlich der zentrale Anlaufpunkt für Kooperationen und bürgerschaftliches
Engagement und somit das Gesicht des ISEK-Prozesses zu sein.
Schaffung von qualitativ hochwertigem Wohnraum für Jung und Alt
Hier wollen wir qualitativ hochwertigen Wohnraum schaffen, der den Bedarf in allen
Lebenssituationen deckt. Junge Menschen, Alleinstehende, Familien, ältere Menschen, sie
alle sollen den für sie geeigneten Wohnraum in ihrem Heimatort vorfinden können.
• Ausweisung von Baugebieten in denen Wohnraum für alle Lebenslagen entsteht. Hier
sollen sich alle wohlfühlen. Wichtig ist uns, dass hier konsequent der Grundsatz
Innenentwicklung vor Außenentwicklung oder anders: „Außen schonen – Innen wohnen“
verfolgt wird. Die Natur an unseren Ortsrändern ist ein wichtiges Gut und muss soweit
möglich geschont werden. Entwicklungsmöglichkeiten sehen wir neben Freiflächen im
Ortsinneren vor allem im Norden von Nannhofen nahe dem Bahnhof und im Süden.
• Durch systematische und qualitativ hochwertige Innenverdichtung kann im Ortskern mehr
Wohnraum geschaffen und somit unseren Bürgern ermöglicht werden, Wohnraum für ihre
Familien und Angehörigen zu schaffen, die sonst wegen der hohen Immobilienpreise keine
Möglichkeit zum Erwerb oder zur Errichtung von Wohnraum hätten. Hier kommt es uns
darauf an, dass bestehende Bebauungspläne systematisch überarbeitet werden. Bei der
Überplanung von bereits bebauten Grundstücken sollte die Gemeinde eine Beratung der
Bauwerber anbieten, um eine qualitativ hochwertige Gestaltung zu erreichen. Die
Gemeinde kann die Beratung entweder selbst anbieten oder Externe beauftragen. Den
Rahmen für die Beratung sollen die Ziele des ISEK bilden. Bei der Beauftragung von
Externen sollen die Fördermöglichkeiten (z.B. im Rahmen des ISEK) geprüft werden.
• Schaffung von qualitätvollen Bebauungsplänen mit flächensparender Bauweise. Wir
wollen hier Anforderungen an zukünftige Baugebiete entwickeln und auf deren Basis
Architektenwettbewerben durchführen.
Neubaugebiet Nannhofen
Der Plan des Gemeinderates, auf dem Gelände große Baukörper in vier Höfe zu gruppieren,
umgeben von viel Grünfläche, ist wirtschaftlich nicht realisierbar. Die Bebauungsplanung wird
daher noch einmal neu erstellt. Die FW setzten sich dafür ein, dass neben Einfamilien-,
Doppel- und Reihenhäusern auch der Bau von Mehrfamilienhäusern möglich ist. Viel
Grünfläche bleibt ein Ziel. Außerdem wollen wir ein Konzept verfolgen, mit dem Wohneigentum
in größeren Gebäuden entstehen kann. Vorbild ist dabei der Pallaufhof in der Gemeinde
Münsing.
Belebung der Ortsmitte
Wir wollen die Ortsmitte für die Bürger wieder attraktiv machen. Derzeit ist sie durch den
Autoverkehr geprägt und vor allem auf Erreichbarkeit mit dem PKW ausgerichtet. Für
Fußgänger und Radfahrer ist sie wenig attraktiv.
• Die Ortsmitte muss als zentraler Ort für die Bürger attraktiv bleiben. Wir wollen deshalb
belebende Einrichtungen in die Ortsmitte bringen. Hier stellen wir uns Folgendes vor:
o Einkaufsmöglichkeiten: Markt am Rathausplatz, Ladenräume der Gemeinde am
Kirchenvorplatz an den Einzelhandel vermieten
o Medizinische Betreuung: Ärzte, Physiotherapie
o Gastronomie: Cafe, Eisdiele
o Treffpunkte für Jung und Alt: Renovierung des Anwesens Schamberger als
Treffpunkt für vielfältige Aktivitäten von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und
Verbänden („Mammendorfer Wohnzimmer“)
o Gestaltung von Plätzen: Rathausplatz, Platz um die St. Nikolauskirche
o Errichtung öffentlicher Toiletten am Kirchenvorplatz
Attraktive Gestaltung der Ortsdurchfahrt
Gerade für Mammendorf, das im Ursprung ein langgestrecktes Straßendorf ist, ist eine
attraktive Ortsdurchfahrt von zentraler Bedeutung. Für eine Ortsumfahrungsstraße wurde eine
Trasse im Süden des Ortes in den Flächennutzungsplan aufgenommen. Die
Umgehungsstraße wird aus derzeitiger Sicht in naher Zukunft jedoch nicht realisiert. Deshalb
wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, die Attraktivität der Ortsdurchfahrt zu steigern.
Folgende Maßnahme haben hier Priorität:
• Im Rahmen der Fertigstellung des innerörtlichen Ausbaus der B2 wollen wir alle
Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung ausschöpfen und eine angemessene Zahl von
Querungshilfen vorsehen.
• Aufwertung der Ortsdurchfahrt durch markante Einzelbäume. Hier wollen wir auf
gemeindeeigenen Grundstücken Bäume pflanzen und Anreize für Privateigentümer zur
Pflanzung schaffen. Hierbei sollen die Zuschussmöglichkeiten ausgeschöpft werden.
• Parkplätze im Ortskern nur in angemessener Zahl bereitstellen, um die Versiegelung zu
verringern und Platz für Grün zu schaffen.
Bodenversiegelung und Ortsdurchgrünung
Wir wollen die Versiegelung des Bodens, auch durch Nebengebäude, Wege und Parkplätze,
möglichst gering halten, damit noch Raum für eine Begrünung der Grundstücke bleibt. Hierzu
wollen wir entsprechende Regelungen in den Bebauungsplänen. Wo die Versiegelung
notwendig ist, wollen wir durch wasserdurchlässige Bodenbeläge die Versicherungsfähigkeit
erhalten. Ganz konkret wollen wir hier auf den öffentlichen Flächen beginnen und die
wirtschaftliche Umsetzbarkeit dort prüfen und somit als Vorbild für die Bürgerinnen und Bürger
dienen.
Das Grün in unserer Gemeinde steigert unsere Lebensqualität und unser Wohlbefinden. Aus
diesem Grund wollen die Durchgrünung im Ort fördern und auf gemeindeeigenem Grund
umsetzen.
• Den größten Einfluss hat die Pflanzung von großen Einzelbäumen. Hier hat die Gemeinde
Vorbildcharakter. Wir wollen deshalb die Pflanzung von großen Bäumen auf
gemeindeeigenem Grund wo es möglich ist. D.h. für uns, dass die Auswahl der Standorte
auch nachhaltig erfolgt, so dass die Bäume dort auch langfristig stehen können.
• Die Pflanzung von Bäumen durch Privateigentümer wollen wir fördern. Ebenso wichtig, ist
aber auch der Erhalt von bestehenden Bäumen. Eine Baumschutzverordnung wollen wir
nicht. Wir sind überzeugt, dass mehr Bäume nicht durch Verordnungen, sondern durch
Anreize und Motivation der Eigentümer entstehen. Mit dem Besitz von Bäumen geht eine
hohe Verantwortung der Eigentümer einher (z.B. für die Standsicherheit). Hier wollen wir
eine Beratungsmöglichkeit der Anwohner durch die Gemeinde.
• Im Westen unserer Gemeinde streben wir die Pflanzung einer mehrstufigen Buchenhecke
als Eingrünung und Windschutz am Ortsrand an.
Steigerung der Attraktivität des Bahnhofsgeländes
Das Bahnhofsgelände ist eine Visitenkarte unserer Gemeinde. Alle Besucher, die mit S-Bahn
oder Regionalzug in unseren Ort kommen, betreten ihn über das Bahnhofsgelände. Der
Bahnhofsplatz lädt derzeit wenig zum Verweilen ein und ist vor allem für den Auto- und
Busverkehr optimiert. Im Bereich der Kreuzung Bahnhofstraßen – Thomas-Führer-Straße –
Martin-Bauer-Weg treffen Busse, PKW, Radfahrer und Fußgänger aufeinander. Dies führt zu
gefährlichen Situationen. Insbesondere die Schülerinnen und Schüler sind hier gefährdet. Aus
diesen Gründen wollen wir die Attraktivität und die Verkehrssicherheit durch folgende
Maßnahmen steigern:
• Verbesserung der Verkehrssituation im Bereich der Bahnhofszufahrt von der
Bahnhofstraße aus: Hier wollen wir die Brücke über den Schwarzgraben verbreitern und
mehr Platz für den Fuß- und Radverkehr schaffen. Weiterhin wollen die Fußgänger durch
eine Querungshilfe unterstützen.
• Stärkere Begrünung (Bäume, Büsche) des Bahnhofsgeländes und der Parkplätze: Hier
wollen wir auch mit den angrenzenden Privateigentümern und der Bahn verhandeln.
• Errichtung einer öffentlichen Toilette im Bahnhofsbereich
• Schaffung eines Fußgängerweges zwischen den beiden Zugängen zum Bahnsteig
• Mit dem Rad zum Bahnhof: Wir wollen es attraktiver machen, mit dem Rad zum Bahnhof
zu fahren. Dies steigert die Verkehrssicherheit und schont die Umwelt.
o Errichtung überdachter und absperrbarer Fahrradständer
o Vorhandene Abstellplätze für Fahrräder verbessern
o Schaffung von eigenen Abstellplätzen für Motorräder und Mopeds, da diese derzeit
in den Fahrradabstellplätzen abgestellt sind.
2 Schnelles Internet
2.1 Überblick und Motivation
Schnelles Internet
DSL-Anschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s sind im Gemeindegebiet weit verbreitet verfügbar.
Hier können bis zu etwa 90% der Haushalte Anschlussgeschwindigkeiten von mindestens 50
Mbit/s nutzen. Anschlüsse mit 100 Mbit/s sind ebenfalls verfügbar und bei vielen Haushalten
buchbar – z. B. über VDSL- bzw. Super-Vectoring-Anschlüsse. Laut momentaner Datenlage
können rund 50% der Haushalte 100 Mbit/s-Leitungen oder höher nutzen, wenngleich die
tatsächliche Versorgung je nach Lage und Gebiet variiert.
Die Glasfaser-Verfügbarkeit in Mammendorf ist noch nicht flächendeckend verfügbar. Der
Anschluss ist momentan nur für einen relativ kleinen Anteil der Haushalte von unter 20 % über
einen Glasfaser-Hausanschluss möglich. Die bisherigen Ausschreibungen und
Markterkundungen haben trotz Förderzusage zu keinem Erfolg geführt. Erst auf stetige
Nachfragen und Treffen mit den Zuständigen sind nach einem holprigen Start die
Baumaßnahmen durch die Telekom vorangeschritten. Mit dem Vorteil, dass die Telekom in
eigenwirtschaftlichem Ausbau und mit einem offenem Zugang (OpenAccess) dies nun
ausbaut. Der Ausbau in den Gewerbegebieten hatte immer Vorrang und ist nun in vollem
Gange.
2.2 Ziele der FW
Schnelles Internet wird in Zukunft für die Gewerbetreibenden ein entscheidender
Standortfaktor sein. Aber auch im Wohnbereich wird die Entwicklung bei der Haustechnik und
Unterhaltungselektronik schnelles Internet erforderlich machen. Die Entwicklung in Zukunft
geht rasant voran. Deshalb wollen wir die Glasfaserverlegung bis jedes Haus. Diese ist
Ausfallsicherer und bietet mehr Möglichkeiten für die Nutzer. Den Masterplan zur Verlegung
von Leerrohren wollen wir vorantreiben und umsetzen.
3 Gewerbe
3.1 Überblick und Motivation
In der Gemeinde Mammendorf bestehen derzeit folgende Gewerbegebiete:
• Kugelbichl
• Oskar-von-Miller-Straße
• Kranverleih Schußmann beim Recyclinghof
• Biogasanlage bei Egg
• Westlich Aldi (Bebauungsplan Discounter)
Für das Gewerbegebiet Kugelbichl plant der Gemeinderat gegenwärtig Erweiterungen im
Osten und im Süden. Für alle Flächen interessieren sich bereits Unternehmen. Die Nachfrage
nach Gewerbegrundstücken hat sich in den letzten Jahren stark erhöht, alle Grundstücke, die
im Zuge der Erweiterung des Gewerbegebiets Kugelbichl neu entstanden sind, waren kurz
nach der Ausweisung bereits an im Ort ansässige Gewerbetreibende vergeben.
Gewerbegebiete sind eine gute Möglichkeit zur Verbesserung der Einnahmesituation der
Gemeinde. Zum einen durch den Verkauf der Gewerbeflächen, zum anderen durch die
Einnahme von Gewerbesteuer.
Weiterhin schaffen die Gewerbebetriebe Arbeitsplätze vor Ort.
Problematisch ist die schleichende Wohnnutzung in den Gewerbegebieten, insbesondere im
Gewerbegebiet Oskar-von-Miller-Straße, da dadurch die o.g. wirtschaftlichen Vorteile
entfallen. Weiterhin sind die Reservegrundstücke ein Problem. Diese brachliegenden Flächen
bringen der Gemeinde keine Steuereinnahmen.
Die Gemeinde Mammendorf setzt auf mittelständisches Gewerbe, um nicht in eine zu große
Abhängigkeit von einem oder wenigen Betrieben zu geraten und um unabhängiger von der
wirtschaftliche Lage zu sein.
3.2 Ziele der FW
Die FW Mammendorf wollen
• eine maßvolle Ausweisung von weiteren Gewerbeflächen, da die Nachfrage an
Gewerbeflächen weiterhin groß ist
• bei der Ausweisung von Gewerbeflächen immer den Umwelt und Naturschutz
mitdenken
• weiterhin auf den Mittelstand setzen
• langfristige Sicherung der Gewerbesteuereinnahmen durch eine gute Mischung
verschiedener Gewerbe erzielen
• die Abhängigkeit von einem oder wenigen Gewerbesteuerzahlern vermeiden
• durch eine entsprechende Vertragsgestaltung (Bauverpflichtung) die Schaffung von
Reservegrundstücken auf das wirklich erforderliche Maß reduzieren
• eine attraktive Eingrünung und Durchgrünung der der Gewerbegebiete.
Gewerbegebiete prägen unser Ortsbild ebenso wie die anderen Quartiere, sie sind der
Aufenthaltsort für alle die dort arbeiten und müssen deshalb lebenswert gestaltet
werden.
4 Hochwasserschutz
4.1 Überblick und Motivation
Der Klimawandel erhöht das Risiko von heftigen Starkregen- und Hochwasserereignissen
auch dort, wo früher wenig passierte. Frühe Anpassung an die neue Lage ist günstiger und
effektiver als spätere Notmaßnahmen. Auch in der Gemeinde Mammendorf mussten wir die
veränderte Lage bereits erleben. Das Hochwasser im Juni 2024 überschwemmte große Teile
des Gemeindegebiets entlang der Maisach. Im Juli 2024 fielen innerhalb von 30 Minuten ca.
25 Liter Regen pro Quadratmeter. Das Wasser überflutete Straßen und Keller. Am 4.
September 2025 wurde Mammendorf in kürzester Zeit in eine Seenlandschaft verwandelt. Das
Wasser stand 20-30 cm hoch in den Straßen. Die Kanäle waren überlastet und Keller wurden
überflutet.
Es ist deshalb unbedingt notwendig, sich auf solche Lagen für die Zukunft vorzubereiten.
Als erste Maßnahme hat der Gemeinderat im Oktober eine Neuberechnung der
Überschwemmungsgebiete mit verschiedenen Szenarien genehmigt. Zusätzlich wurde die
Planung und Modellierung der Maisach bei der Furtmühle und beim Kraftwerk Nannhofen
beauftragt. Die Vergabe an den Planer kann jedoch erst nach Erteilung eines positiven
Zuwendungsbescheides erfolgen (vsl. Mitte 2026).
4.2 Ziele der FW
Die Freien Wähler wollen eine systematische Vorbereitung auf Lagen, die durch Hochwasser
und Starkregen entstehen, um hohe Folgekosten wie Schäden an der Infrastruktur (z.B.
Privathäusern, Straßen, Wasserversorgung, Kläranlagen) zu vermeiden. Jeder investierte
Euro verhindert hier ein Vielfaches an Aufwendungen für die Schadensbeseitigung.
• Kommunen haben eine Sorgfaltspflicht in der Raum- und Bauleitplanung. Wer
bekannte Risiken ignoriert, riskiert Haftungsfragen, Konflikte mit Anwohnern und
politischen Vertrauensverlust
Folgende Maßnahmen sind aus unserer Sicht zu ergreifen:
• Umfassende Analyse des Bestands
o Ermittlung der hochwassergefährdeten Gebiete in verschiedene Szenarien
(z.B. 100jähriges Hochwasser) und Erarbeitung geeigneter Schutzmaßnahmen
o Das bestehende Kanalnetz muss umfassend aufgenommen und dokumentiert
werden. Dadurch lassen sich erforderliche Sanierungsmaßnahmen mit Vorlauf
einplanen. Schäden können Nutzer und Haushalt so nicht mehr unvorbereitet
überraschen. Des Weiteren gibt uns eine Bestandsaufnahme des Kanalnetzes
Auskunft über die Kapazitäten unserer Entwässerungssysteme. Wir müssen
gesicherte Auskunft darüber haben, inwieweit das öffentliche Kanalnetz bei der
Entwässerung von Starkregenereignissen unterstützen kann und wo die
Grundstückseigentümer selbst Vorsorge vor Überschwemmung und Rückstau
treffen müssen.
• Naturnahe Retentionsflächen schaffen und erhalten: Hierzu hat der Gemeinderat
bereits im Juli 2012 auf einer Fläche westlich des Bahnhofs Mammendorf zwischen
Maisach und den Bahngleisen die Schaffung eines Hochwasserrückhaltebereichs
beschlossen. Die Maßnahme führt auch zu einer ökologischen Verbesserung. Die FW
wollen dieses Projekt umsetzen. Hierzu wollen wir die aktuellen
Zuschussmöglichkeiten ausloten.
• Bei der Bauleitplanung Hochwassergebiete berücksichtigen. Keine Zonen schaffen,
die potentiell überflutet werden können.
• Berücksichtigung des Schwammstadtprinzips (entsiegeln, speichern, versickern) bei
der Bauleitplanung. Das erhöht die Lebensqualität, verbessert das Stadtklima und
bringt ökologische Vorteile.
• Erstellung und Fortschreibung von Notfallplänen. Hier wurde von unserer Feuerwehr
bereits viel getan. Wir sichern hier unsere volle Unterstützung zu.
• Der Bestand und der Zustand der bereits vorhandenen Entwässerungsanlagen (z.B.
Drainagen) muss erfasst werden. Über die gemeindlichen Anlagen muss ein
Sanierungs- und Instandhaltungsplan erstellt werden, um langfristig die Funktion der
Anlagen sicherstellen zu können.
Auch hier wollen wir Planungssicherheit und Transparenz schaffen, um den Bürgern
Planungssicherheit für die eigene Vorsorge zu geben. Hierzu sollte auch eine
Beratungsleistung für die Eigentümer angeboten werden.
5 Umweltschutz und Landschaftsplanung
5.1 Überblick und Motivation
Die Erhaltung unserer Umwelt ist die wichtigste Aufgabe unserer Zeit. Umweltschutz ist eine
gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Entwicklung des Weltklimas, das Artensterben und die
immer häufiger werdenden extremen Wetterereignisse zeigen uns das mit aller Deutlichkeit.
Aber auch unsere Lebensqualität hängt in hohem Maße von einer intakten Umwelt ab. Gerade
im Ballungsraum München ist es wichtig, dass wir unsere Erholungsräume erhalten.
Wir Freie Wähler Mammendorf wollen deshalb im Rahmen der Möglichkeiten der Gemeinde
den Schutz der Umwelt und die Erhaltung der Lebensräume voranbringen. Wir wollen deshalb
den Landschafts- und Artenschutz im Flächennutzungsplan verankern und die im
Landschaftsplan vorgesehenen Maßnahmen Schritt für Schritt umsetzen. Weiterhin ist uns
eine fachgerechte Pflege der Flächen, die nach den gesetzlichen Vorschriften aus Ausgleich
für die Bebauung naturnah hergestellt werden müssen, wichtig.
5.2 Ziele der FW
Wir FW begreifen den Schutz der Umwelt als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Alle
Gruppen der Gesellschaft Staat, Kommunen, Kirchen, Unternehmen und Bürger müssen
gemeinsam an einen Strang ziehen, um umweltpolitische Ziele zu erreichen.
Umsetzung Gewässerpflege- und Landschaftsplan
Die FW wollen die im Landschafts- und Gewässerpflegeplan vorgesehen Maßnahmen
umsetzen.
Bisher wurden die Pläne nur punktuell umgesetzt:
• Entlang der Maisach zwischen Furtmühle und Kreuzstraße wurden Maßnahmen aus dem
Gewässerpflegeplan umgesetzt.
• Ein Waldrandgrundstück im Norden von Mammendorf wurde mit standortgerechten
Laubbäumen aufgeforstet.
• Es wurden einige Grundstücke angekauft, auf denen sich künftig weitere Maßnahmen
verwirklichen lassen.
• Im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke München - Augsburg wurden durch
die Bahn eine Reihe von Ausgleichsflächen aufgekauft und renaturiert.
Damit die Pläne mehr Wirkung entfalten, wollen wir sie in den Flächennutzungsplan
einarbeiten. Deren Umsetzung muss mit mehr Nachdruck vorangehen. Der Siedlungsdruck im
Großraum München führt zu immer mehr Versiegelung von Flächen.
Landschaftsplanerische Maßnahmen haben die größte Erfolgsaussicht, wenn die Gemeinde
im Besitz der betreffenden Grundstücke ist. Deshalb sind wir für den Erwerb von
landwirtschaftlichen Grundstücken zur Durchführung von Maßnahmen oder als Tauschobjekt.
Umsetzung der Gesetze für Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern
In der Folge des Volksbegehrens Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ hat der Bayerische Landtag
den Gesetzesvorschlag des Volksbegehrens angenommen und um ein „Versöhnungsgesetz“
ergänzt. Gerade das Versöhnungsgesetz nimmt neben der Landwirtschaft auch andere
gesellschaftliche Gruppen in die Verantwortung. Wir Freie Wähler Mammendorf begrüßen
dies, da wir Umweltschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgaben begreifen.
Wir wollen deshalb Maßnahmen zur Umsetzung der neuen Gesetze auf unserem
Gemeindegebiet auf den Weg bringen. Dazu gehören:
• Begrünung von Straßenrandstreifen mit Magergrünland zur Herstellung von Biotopverbünden
• Naturnahe Bepflanzung von Gewässerrandstreifen
• Bestehende gemeindliche Wiesen in Blühwiesen umwandeln
• Maßnahmen auf privaten Grundstücken könnten durch Anreize der Gemeinde (z.B.
Samenausgaben für Blühwiesen) gefördert werden
Entwicklung und Pflege der Ausgleichsflächen
Im Rahmen der Bauleitplanungen müssen für Eingriffe in die Natur Ausgleichsmaßnahmen
durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Maßnahmen werden regelmäßig Ausgleichsflächen
ausgewiesen, die entsprechend der Vorgaben im Umweltplan zu pflegen sind. Die
Ausgleichsflächen der Gemeinde Mammendorf wurden federführend durch die Freien
Wähler Mammendorf in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz und der unteren
Naturschutzbehörde entsprechend entwickelt und ein Plan für die laufende Pflege erstellt.
• Gemeinde und Bauwerber sind verpflichtet bei Baumaßnahmen einen entsprechenden
Ausgleich für die Bodenversiegelung zu schaffen. Wir sehen daran eine Chance wertvolle
Flächen zu schaffen und für die Natur zu erhalten. Wir wollen diese Flächen entsprechend
den gesetzlichen Vorgaben entwickeln und durch Pflegemaßnahmen erhalten.
• Wir wollen in der Gemeindeverwaltung Personalkapazitäten für das Monitoring von
Ausgleichsflächen, den Wasserschutz und Umweltbelange schaffen.
• Falls die gemeindlichen Personalressourcen nicht ausreichen, wollen wir den
Landschaftspflegeverband Fürstenfeldbruck e.V. in die Pflege der Ausgleichsflächen
einbinden.
Renaturierung der Maisach
Wir unterstützen eine weitläufige Renaturierung der Maisach und setzen uns für eine staatliche
Förderung dieses Projektes ein. Diese Maßnahmen wollen wir so durchführen, dass sie dem
Hochwasserschutz der Gemeinde dienen.
Eine Vorplanung, welche zusammen mit den Nachbargemeinden durchgeführt wurde, existiert
hier bereits. Diese Planung wurde aufgrund der fehlenden finanziellen Unterstützung durch
den Freistaat Bayern bisher nicht weiterverfolgt.
Im Rahmen der Maßnahmen können auch Möglichkeiten zu Naherholung geschaffen werden.
Wir könnten uns hier einen Naturweg nördlich der Maisach mit Wasserbereichen, Spielen, mit
Bänken zum Verweilen vorstellen. Ein solcher Weg wäre für Jung und Alt ein interessanter
Anlaufpunkt (Beispiele in anderen Orten: Vilshofen, Harburg, Altötting). Hierbei sollten
Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden.
6 Klimaschutz und Energieversorgung
6.1 Überblick und Motivation
Wir sind der Meinung, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn alle ihren Teil dazu
beitragen. Die Gemeinde Mammendorf hat hier bereits viel erreicht (ein Windrad, drei
Flächenphotovoltaikanlagen, zwei Biogasanlagen). Das reicht noch nicht aus, um die
Energiewende zu erreichen und autark zu werden. Weitere Maßnahmen müssen folgen.
Wir Freie Wähler Mammendorf wollen deshalb den Ausbau der regenerativen Energien auf
dem Gemeindegebiet vorantreiben. Wir sind für den Bau weiterer Windräder, mit der
Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung.
die Energieeinsparung wichtig, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Hier liegen große
Potentiale im Bereich der Einsparung von Heizenergie.
Die Gemeinde hat einen Energienutzungsplan erarbeiten lassen, der sich neben der Nutzung
und Erzeugung erneuerbarer Energien auch mit der Wärmeplanung befasst. Der Bericht zeigt
auf, dass Mammendorf bereits einen starken Anteil an erneuerbaren Energien im
Strombereich hat, aber hohe Wärmeverbräuche und überwiegend fossile Heizsysteme
aufweist. Die größten Hebel im Bereich der Wärmeversorgung sind die Sanierung von
Gebäuden, der Einbau von Wärmepumpen, der Aufbau von Wärmenetzen und ein massiver
Ausbau von Photovoltaikanlagen, ergänzt durch geothermische Lösungen und gezielte
Nutzung von Umwelt- und Abwärme.
Seit dem 1.1.2024 regelt das Wärmeplanungsgesetz das weitere bundeseinheitliche
Vorgehen für die Wärmeversorgung. Das Gesetz dient dem Ziel, die Wärmewende zu planen
und umzusetzen, um die Klimaschutzziele bis spätestens 2045 mit einer neutralen
Wärmeversorgung zu erreichen. Die Gemeinden sind verpflichtet, bis 2028 eine
Wärmeplanung zu erstellen und diese fortzuschreiben. Die Kommunale Wärmeplanung für die
Gemeinde Mammendorf liegt bereits im Entwurfsstatus vor. Dieser detailliert die Möglichkeiten
zum Ausbau einer Nahwärmeversorgung und zeigt die erforderlichen Maßnahmen zur
Erreichung der Klimaschutziele in der Gemeinde Mammendorf.
Zur Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien hat die Gemeinde
Mammendorf gemeinsam mit den Kommunen Bergkirchen, Egenhofen, Emmering, Maisach,
Oberschweinbach, Pfaffenhofen a. d. Glonn, Sulzemoos sowie den Stadtwerken
Fürstenfeldbruck GmbH und der Stadtwerke Olching GmbH das „Regionalwerk Amper-
Glonn-Land GmbH & Co. KG“ gegründet. Durch die gemeinsame Entwicklung und
Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien in den Gemeindegebieten
können finanzielle und organisatorische Synergien geschaffen werden. Die Wertschöpfung
bleibt bei den Kommunen, wodurch auch die Akzeptanz vor Ort erhöht wird. Zudem soll
Bürgerinnen und Bürger über Bürgerenergiegenossenschaften sowie gegebenenfalls
regionalen Industrieunternehmen die Möglichkeit eingeräumt werden, sich an den
Projektgesellschaften als Kooperationspartner zu beteiligen.
6.2 Ziele der FW
Wärmeversorgung
Die kommunale Wärmeplanung ist derzeit das drängendste im Themenbereich Klimaschutz
und Energieversorgung. Sie gibt dem Endverbraucher Sicherheit bei der Planung und
beschleunigt die Umsetzung der Wärmewende. Hier liegt der größte Verbrauch fossiler
Brennstoffe und damit auch das größte Potential. Der Energienutzungsplan zeigt verschiedene
Möglichkeiten auf, wie wir das Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2045 erreichen können.
Uns ist die Erreichung der Klimaziele ein wichtiges Anliegen. Hierzu wollen die Problematik
ganzheitlich betrachten und alle im Energienutzungsplan aufgezeigten Lösungen in die weitere
Planung einbeziehen. Zentral ist hier die Wirtschaftlichkeit für den einzelnen Endverbraucher.
Die Ziele des Klimaschutzes und der Umstellung der Energieversorgung können nur erreicht
werden, wenn die Bürgerinnen und Bürger und die Gewerbebetriebe mitmachen, da bei
Privathaushalten und Gewerbe die meisten Einsparpotentiale liegen. Deshalb müssen alle in
das Thema einbezogen werden, denn nur gemeinsam können wir die Ziele erreichen.
Viele Bürger stehen bereits jetzt vor Investitionsentscheidungen. Auch aus diesem Grund ist
eine frühzeitige Information über das weitere Vorgehen und die Entscheidungen der Gemeinde
wichtig. Wir wollen die Bürger beim Ersatz ihrer aktuellen Heizsysteme unterstützen. Durch
eine zeitnahe Verabschiedung der kommunalen Wärmeplanung möchten wir hier unseren
Bürgerinnen und Bürgern frühzeitige Sicherheit bei der Wahl ihrer neuen Heizungsanlage
geben.
Nahwärmenetze
Beim Aufbau von Nahwärmenetzen wollen wir auf eine wirtschaftliche Durchführung achten.
Dies kann unter anderem durch die Verlegung mit anderen Strukturen (z.B. Breitband) erreicht
werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass keine Abhängigkeit von einem
Wärmeanbieter entsteht, sondern dass mehrere Anbieter in eine Wärmenetz einspeisen.
Die kommunale Wärmeplanung sieht insbesondere im Bereich der Hauptstraße, sowie im
Gewerbegebiet Potential für ein wirtschaftlich zu betreibendes Nahwärmenetz.
wirtschaftlichen Anlagenbetrieb zu ermöglichen, benötigt es großen politischen Einsatz und
Weitblick. Hierfür stehen wir Freien Wähler Mammendorf.
Des Weiteren möchten wir unsere bisherigen Betreiber kleinerer Nahwärmenetze bei einem
möglichen Ausbau unterstützen. Auch diese leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Wärmepumpen
Die Kommunale Wärmeplanung zeigt, dass Wärmepumpen im Gemeindegebiet den größten
Hebel darstellen werden, um die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Die technische
Entwicklung von Wärmepumpen schreitet hier immer weiter voran und wird auch für
Bestandsgebäude immer mehr eine wirtschaftlich sinnvolle Option. Während für ca. 150-200
Gebäude Potential besteht, diese über ein neues Nahwärmenetz zu versorgen, werden bis
2045 ca. 1000 Wärmepumpen im Gemeindebetrieb betrieben werden.
Unsere Stromversorgung muss auf diesen erhöhten Strombedarf, auch unter
Berücksichtigung der ansteigenden Elektromobilität im Straßenverkehr, vorbereitet sein.
Durch unsere bestehenden und neu geplanten Windkraftanlagen können wir bereits jetzt ein
Vielfaches des erforderlichen Strombedarfs selbst erzeugen. Gemeinsam mit den
Netzbetreibern möchten wir durch Bestandserfassung und ggf. erforderlichen Ausbau
sicherstellen, dass die bei uns lokal erzeugte regenerative Energie auch dort ankommt, wo sie
letztendlich benötigt wird – bei unseren Bürgerinnen und Bürgern, sowie unserem Gewerbe.
Energieeinsparung
Durch Vorgaben in Bebauungsplänen und gezielte Information wollen wir auf eine
energieeffiziente Bauweise hinwirken. Generell ist es am effektivsten Energie einzusparen –
die beste Kilowattstunde ist die, die nicht benötigt wird. Die energetische Sanierung von älteren
Gebäuden ist daher mittel- und langfristig unverzichtbar für das Ziel in absehbarer Zeit alle
benötigte Energie in unserer Region selbst zu erzeugen – unabhängig davon, ob das Gebäude
mit Wärmepumpen, über Nahwärmenetze oder einer noch funktionsfähigen Gasheizung
betrieben wird. Die Bereitstellung von gezielten Informationen zu diesem Thema gehört daher
auch zu unseren Anliegen für die nächste Wahlperiode.
Die Gemeinde muss im Rahmen der Energiesparmaßnahmen als Vorbild vorangehen und
sogenannte Leuchtturmprojekte durchführen. Es sind weitere Energiesparmaßnahmen an
gemeindlichen Gebäuden durchzuführen. Ein Beispiel hierfür ist die bereits erfolgte
energetische Sanierung der Mehrzweckhalle.
Weiterhin soll Energie durch eine effizient gesteuerte Straßenbeleuchtung und den
flächendeckenden Umstieg auf die LED Technik eingespart werden.
Energieerzeugung
Die Energieerzeugung in Mammendorf wurde maßgeblich durch Initiativen der FW
Mammendorf angestoßen. Es wird inzwischen bereits das 2 ½ - fache der elektrischen
Energie, die wir Mammendorfer verbrauchen, auf dem Gemeindegebiet erzeugt. Damit sind
wir Spitzenreiter im Landkreis Fürstenfeldbruck. Folgend Projekte sind bereits durchgeführt:
• In der vergangenen Periode wurden auf fast allen gemeindlichen Dächern PV-Anlagen
installiert.
• Im Gemeindegebiet sind nun zwei Biogasanlagen in Betrieb, die Strom erzeugen können
auch wenn die Sonne nicht scheint. Mit den zwei Anlagen ist allerdings die Grenze erreicht
was die verfügbaren Ressourcen für solche Anlagen betrifft.
• Unser Windrad im Süden von Mammendorf ist in Betrieb. Die Erträge übertreffen die
Schätzung, die in die Wirtschaftlichkeitsberechnung eingeflossen ist. Drei weitere
Windräder wurden genehmigt - siehe folgender Punkt. Wir FW Mammendorf stehen zur
Windkraft und unterstützen den Bau der Anlagen.
• Drei Flächensolaranlagen sind auf dem Gebiet unserer Gemeinde in Betrieb.
Windkraft
Wir unterstützen den Bau weiterer Windkraftanlagen auf dem Gemeindegebiet. Hierzu wurden
auf Initiative der FW Mammendorf im Flächennutzungsplan Flächen für die Nutzung durch
Windkraft ausgewiesen. Die ist eine Voraussetzung für die schnelle und verträgliche Planung
von Windkraftwerken. Derzeit planen die Stadtwerke FFB die Errichtung von drei weiteren
Anlagen im Süden des Gemeindegebiets. Der Genehmigungsbescheid für diese Anlagen liegt
bereits vor.
Wir wollen hier zudem eine direkte Beteiligungsmöglichkeit aller Bürger schaffen. D.h. für uns,
dass auch eine Beteiligung mit kleineren Beträgen z.B. über eine Genossenschaft möglich
sein sollte.
Uns ist aber auch eine Beteiligung der Gemeinde wichtig, da hierdurch Einnahmen
erwirtschaftet werden können, die dann wieder allen Bürgern zugutekommen.
Photovoltaik Anlagen
In Mammendorf stehen aufgrund der Siedlungsstruktur mit vielen Ein- und
Zweifamilienhäusern sehr viele Dachflächen für die Nutzung durch PV-Anlagen zur Verfügung.
Viele Dächer werden bereits genutzt, das ungenutzte Potenzial ist aber noch sehr groß. Nach
dem Klimaschutzkonzept des Landkreises hat Mammendorf allein bei der Stromgewinnung
durch PV-Anlagen bis 2030 das Potential, über 200% des Stroms zu erzeugen, der zur
Versorgung gebraucht wird. Durch eine Kombination von PV-Anlagen und Batteriespeichern
mit Wärmepumpen könnten viele Gebäude auch im tiefsten Winter bis zu 30% des
erforderlichen Strombedarfs zum Betrieb der Wärmepumpe autark auf dem eigenen Dach
erzeugen.
• Wir wollen im Rahmen die Endverbraucher und Eigentümer auf verschiedenen Kanälen
über die technischen Möglichkeiten und mögliche Fördertöpfe für die Energieerzeugung
auf Privatflächen informieren (z.B. Balkonkraftwerke, Batteriespeicher, Wärmepumpen).
Energiespeicherung und intelligente Stromversorgung
Windkraft und Solarenergie stehen nicht immer zur Verfügung. Durch Spannungsspitzen wird
außerdem die Stabilität unserer Stromnetze gefährdet. Aus diesem Grund hat die Speicherung
überschüssiger Energie eine große Bedeutung. Beim Einsatz von Energiespeichern wollen wir
auf umweltfreundliche Anlagen achten. Durch dynamische Stromversorgung wird der Strom
dann verbraucht, wenn er erzeugt wird.
• Wir möchten die Errichtung einer gemeindlichen Energiespeicheranlage prüfen lassen,
die dann an die Energieversorger verpachtet wird. So nutzen wir das Potential unserer
Mammendorfer Windkraft optimal aus.
7 Mobilität und Verkehrswende
7.1 Überblick und Motivation
Beim Thema Mobilität gibt zwei große Themen, die uns bewegen:
• Die Verkehrsbelastung und deren negative Auswirkungen auf uns alle
• Die Belastung unsere Umwelt durch den Verkehr
Zur Lösung dieser Themen wurde bereits viel erreicht. Die Entlastung der Bahnhofstraße,
durch die Anbindung des Bahnhofs über das Gewerbegebiet Kugelbichl, die Schaffung von
30iger – Zonen in vielen Wohngebieten, der beständige Ausbau des Radwegenetzes und der
Ausbau des ÖPNV. Es gibt aber noch viel zu tun.
Die Belastung an der Ortsdurchfahrt besteht noch immer und muss kurzfristig verbessert
werden. Zwar wurde im Flächennutzungsplan ein Trassenkorridor für eine Umfahrungsstraße
vorgesehen, es ist allerdings kurz- bis mittelfristig nicht mit dem Bau einer Umfahrung zu
rechnen. Deshalb wollen wir hier alle Möglichkeiten ausschöpfen, um bereits jetzt eine
Entlastung zu schaffen.
Zur Erreichung der Klimaziele ist es notwendig den ÖPNV zu stärken und den Radverkehr
attraktiver zu machen. Wir setzen hier auf neue Konzepte im Bereich des ÖPNV. Wichtig ist
aber auch eine Steigerung der E-Mobilität (E-Autos und E-Fahrrad).
7.2 Ziele der FW
Verkehrsbelastung reduzieren
Aktuell ist davon auszugehen, dass eine Ortsumfahrung in absehbarer Zeit nicht realisiert
werden kann. Zur Verbesserung der Situation wollen wir daher kurz- und mittelfristig
innerörtliche Maßnahmen umsetzen, die eine spürbare Entlastung schaffen (vgl. auch
Ortsentwicklung)
Zur Verkehrsberuhigung wurden in den Wohngebieten flächendeckend 30iger – Zonen
eingerichtet. Diese Zonen wollen wir noch ausdehnen (z.B. in Nannhofen).
Steigerung der Attraktivität des Fuß- und Fahrradverkehrs
Die Erweiterung des Radwegenetzes ist in den letzten Jahren vorangekommen. Verschiedene
Ortsteile und Nachbarorte wurden durch einen Radweg angebunden (Peretshofen,
Nassenhausen, Oberschweinbach, Aufkirchen, Hattenhofen).
Der überwiegende Anteil des Verkehrs an der Ortsdurchfahrt wird durch innerörtlichen Ziel-
und Quellverkehr erzeugt. Viele Fahrten im täglichen Leben können auch mit dem Fahrrad
durchgeführt werden. Eine fahrradfreundliche Verkehrsumwelt erlaubt auch Kindern und
älteren Menschen, sich leicht und sicher auf dem Fahrrad zu bewegen. Deshalb wollen wir die
Nutzung des Fahrrades unterstützen und attraktiver machen.
Hierzu wollen wir die folgenden Maßnahmen umsetzen:
• Modernisierung der Bundesstraße im Bereich Kriegerdenkmal bis Maisachbrücke mit einer
angemessene Zahl von Querungshilfen entstehen (vgl. auch Ortsentwicklung).
• Das Radverkehrsnetz für das alltägliche Radfahren (Schule, Einkaufen, Arbeitsweg) soll
ausgebaut und verbessert werden. Wir wollen eine fahrradfreundliche Gestaltung durch
durchgängige Fahrradwege und gezielte Verkehrslenkung (z.B. 30er-Zonen) erreichen.
• Mit unserem Radwegekonzept wollen wir dafür sorgen, dass Radfahren sicherer und
komfortabler wird – ob auf dem Schulweg, dem Weg zur Arbeit oder beim Ausflug am
Wochenende.
• Auch der Ausbau der überörtlichen Radwegeverbindungen muss vorangetrieben werden.
Wir wollen hier eine Radwegeverbindung nach Eitelsried schaffen, die dann nach
Landsberied weitergeführt werden kann.
Öffentlicher Nahverkehr und Mobilitätsstationen
Der ÖPNV wurde in den letzten Jahren stetig verbessert. Dies betrifft die Versorgung mit
öffentlichem Nahverkehr, wie auch die Infrastruktur (2. Bahnsteigzugang, Bushaltestelle am
Bahnhof, verschiedene Wartehäuschen).
Die Gefahrenpunkte am Bahnhof wurden allerdings noch nicht vollständig beseitigt, da einige
Fahrradständer noch neben dem Schwarzgrabenweg belassen wurden. Hier ist für die
Fahrradnutzer, zumeist Schüler, noch immer das Überqueren der Straße erforderlich. Dies ist
insbesondere wegen der unübersichtlichen Kurve gefährlich.
Wir Freie Wähler stehen der Mobilitätswende offen gegenüber. Wir wollen mehr öffentlichen
Nahverkehr und weniger Individualverkehr hierzu wollen wir Folgendes erreichen:
• Regionalzüge
o Die mittlerweile sehr gute Verbindung mit Regionalzügen Richtung München
und Augsburg soll erhalten bleiben. Da im Rahmen der Planung Einführung einer
Express-S-Bahn bis Hattenhofen ein Einschränkung dieser Versorgung beinhaltet,
wollen wir hier gezielt Einfluss nehmen.
o Wir wollen einen sinnvollen Ausbau der Verbindung nach Augsburg. Dies ist
uns besonders wichtig, da immer mehr Studenten und Arbeitnehmer Richtung
Augsburg pendeln
Hierzu wollen wir den Druck auf die Entscheidungsträger über den Regionalen
Planungsverband erhöhen.
• Verbesserung der Busverbindungen
o Busse Richtung Fürstenfeldbruck an Wochenenden, insbesondere am
Samstag
o Optimierung der Umsteigemöglichkeiten (-zeiten) zwischen Bussen, S-Bahn
und Regionalzügen.
• Verbesserung der Anschlusssituationen mit dem Bus nach FFB Bahnhof (z.B. für
Pendler nach Eichenau und Puchheim) und zur S-Bahn.
Auf die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wird häufig verzichtet, weil die letzten Meter
zu Fuß oder mit dem Taxi zurückgelegt werden müssen. Hier setzt das Mobilitätskonzept des
Landkreises Fürstenfeldbruck an. Das Konzept sieht vor, dass in Mammendorf am Bahnhof,
in der Nähe von St. Jakob, am Bürgerhaus und am Freibad Mobilitätsstationen eingerichtet
werden. Hier können sich können sich alle Bürger Fahrräder, an der zentralen Station in der
Nähe von St. Jakob auch Autos leihen. Dies macht die ÖPNV flexibler und nutzerfreundlicher.
Wir unterstützen diese Idee und wollen diese in Mammendorf testen.
Förderung der E-Mobilität – Unser Motto: Moderne Mobilität für unsere Gemeinde
Wir erzeugen auf dem Gemeindegebiet inzwischen 2 ½ mal so viel Strom, wie wir
verbrauchen. Diesen Stromüberschuss können wir für E-Mobilität verwenden. Wir wollen
deshalb die E- Mobilität durch Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos vorantreiben.
Am Bürgerhaus wurde auf Initiative der Freien Wähler die erste Ladestation für E-
Fahrzeuge installiert. Dies wollen wir an mehreren Stellen im Gemeindegebiet wiederholen.
In der vergangenen Wahlperiode haben wir versprochen, die Mobilität vor Ort neu zu denken
– heute ziehen wir eine positive Bilanz. Viele unserer Ideen sind nicht nur Konzepte geblieben,
sondern wurden bereits erfolgreich auf die Straße gebracht.
Was wir gemeinsam erreicht haben:
• Vernetzte Mobilität: Wir haben den Grundstein für eine echte „Saubere Mobilität“
gelegt. Durch die intelligente Verknüpfung von ÖPNV, Radverkehr und E-Mobilität
schaffen wir Alternativen, die flexibel und klimaschonend sind.
• Mobilitätsstationen & Service: An unseren neuen Mobilitätsstationen wächst alles
zusammen. Hier finden Sie nicht nur Leihräder für die „letzte Meile“, sondern auch
praktische Servicestationen für schnelle Reparaturen zwischendurch.
• Ausbau der Ladeinfrastruktur: Um den Umstieg auf E-Mobilität attraktiv zu machen,
haben wir das Netz an AC- und DC-Ladestationen im gesamten Gemeindegebiet
forciert und erweitert. Zudem haben wir immer noch die Idee für lokale Carsharing-
Angebote.
• Sichere Wege: Mit unserem neuen Radwegekonzept sorgen wir dafür, dass
Radfahren sicherer und komfortabler wird – egal ob für den Schulweg, den Arbeitsweg
oder den Ausflug am Wochenende.
• Erlebnis Elektromobilität: Durch unsere Vorstellungstage haben wir Mobilität
erlebbar gemacht. Vom E-Bike über den E-Roller bis hin zum Elektroauto konnten viele
Bürger die Technik der Zukunft bereits heute testen.
Diese Themen wollen wir auch in der kommenden Wahlperiode weiterverfolgen.
In unserer Gewerbegebieten wollen wir durch LKW-Ladestationen dafür sorgen auch beim
Warentransport auf saubere Energien umzusteigen.
8 Bezahlbares Wohnen
8.1 Überblick und Motivation
Mammendorf liegt im Speckgürtel von München. Durch den Bevölkerungsdruck steigen die
Grundstückpreise rasant an. Dies verteuert den Wohnraum. Insbesondere junge Menschen
haben Probleme in ihrer Heimat Wohnraum zu finden, den sie sich leisten können. Wir Freie
Wähler wollen bezahlbaren Wohnraum schaffen. Hierfür gibt nicht einen Königsweg. Nur ein
Mix aus verschiedenen Maßnahmen werden helfen die Kosten für den Wohnraum in einen
bezahlbaren Rahmen zu halten.
Wir wollen deshalb bedarfsgerechten Wohnraum schaffen.
Wir wollen deshalb die Vergabe von Gemeindegrund im Erbbaurecht, Schaffung von kleineren
Wohneinheiten durch Bau von Mehrfamilienhäusern, Schaffung von barrierefreien
Wohneinheiten, aktive Vermittlung leerstehendem Wohnraum und Baugrundstücken durch die
Gemeinde.
8.2 Ziele der FW
Bezahlbarer Wohnraum ist ein, wenn nicht das zentrale Problem, unserer Gemeinde.
Derzeit ist in Mammendorf überwiegend Wohnraum in Form von Einfamilienhäusern
vorhanden. Kleinere Wohneinheiten sind noch nicht in ausreichender Zahl vorhanden.
Wohnungen stehen leer und werden nicht vermietet. Dies ist ein ernstes Problem.
Die rasant steigenden Grundstückpreise (derzeit werden im Mammendorf über 1000€/m²
bezahlt) führen zu immer höheren Kosten für das Wohnen. Inzwischen haben der
Wohnraummangel und die Verteuerung des Wohnraums auch Auswirkungen auf den
Mittelstand. Er hat also beinahe alle Bürger unserer Gemeinde erreicht. Junge Menschen
finden keinen Wohnraum, um sich ein eigenes Leben aufzubauen. Senioren finden keine
kleinere Alternative zu ihren oft viel zu großen Häusern.
Die alten Vorgehensweisen wie der Verkauf von Grund im Rahmen von
Einheimischenmodellen wirkt nicht mehr, da die Gemeinden aus rechtlichen Gründen nicht
weit unter Preis verkaufen dürfen und somit die Preise dennoch hoch sind. Die eigentliche
Zielgruppe (Familien mit Kindern) wird deshalb kaum mehr erreicht.
Uns ist es wichtig, dass bedarfsgerechter Wohnraum für jede Generation zur Verfügung steht.
Gerade jüngere, aber auch ältere Menschen suchen kleineren Wohnraum. Mit Blick auf die
demografische Entwicklung in Deutschland wird der Anteil der älteren Menschen in der
Gesellschaft immer größer. Die Generation der Babyboomer erreicht inzwischen das
Rentenalter. Der Bedarf an barrierefreien Wohnungen wird aus diesem Grund erheblich
steigen. Das Problem kann nur durch eine Vielzahl von Maßnahmen gelöst werden. Wir wollen
deshalb:
• Erhebung des Wohnungsbedarfs
• Die Vergabe von Gemeindegrundstücken im Erbbaurecht. Dies reduziert die
Investitionskosten für den Wohnraum und beugt der Bodenspekulation vor.
• Die Förderung der Bereitstellung von bezahlbaren Mietwohnungen und
Eigentumswohnungen gegebenenfalls auch durch Initiativen der Gemeinde, durch eine
zielgerichtete Bauleitplanung
• Förderung des Baus von Mehrfamilien- und Mehrgenerationenhäusern, durch Beratung
und gezielte Bauleitplanung
• Aktive Reduzierung der Baulücken. Hier wollen wir Eigentümer ansprechen und ein
Baulückenkatasters anlegen in dem jeder Grundeigentümer freiwillig Grundstücke, die
zum Verkauf stehen, erfassen lassen kann. Hier wollen wir auch die
Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Fürstenfeldbruck einbinden
• Wir wollen eine Plattform zur Vermittlung von leerstehenden Mietwohnungen einrichten.
Hier könnte auch die Wohnungsbaugesellschaft der Gemeinden des Landkreises
Fürstenfeldbruck Aufgaben übernehmen
• Wir wollen die Entstehung von Baulücken verhindern (z.B. durch Erwerb von größeren
Flächen bei der Ausweisung von Baugebieten
• Innenverdichtung mit System, um die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum
Wohneinheiten zur ermöglichen. Damit wollen wir Grundbesitzern ermöglichen mit
mehreren Generationen auf dem Grundstück zu leben
• Ausweisung von Baugebieten die sich am örtlichen Bedarf orientieren und die
Mammendorfer Bürger erreichen.
• Beratung der Bauwerber im Rahmen der Nachverdichtung mit dem Ziel der Schaffung von
attraktivem und preisgünstigem Wohnraum
• Aktive Kommunikation mit Bauwerbern und Grundeigentümern
Wohnungsbau durch die Gemeinde oder die Wohnungsbaugesellschaft
Zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wollen wir, dass auch die Gemeinde oder die
Gesellschaft für Wohnungsbau der Gemeinden des Landkreise Fürstenfeldbruck Wohnraum
schafft
• Unterstützung des Baus von Mehrfamilienhäusern im Rahmen der Bauleitplanung und der
Baugenehmigungen, um die Kosten für Grund und Boden für den einzelnen gering zu
halten und Unterstützung der Bildung von Bauherrengemeinschaften
• Unterstützung von Investoren, insbesondere Investoren, die im sozialen Wohnungsbau
tätig werden.
• Gemeindeeigene Grundstücke für den Wohnungsbau bereitstellen
• Prüfung der Wohnnutzung für gemeindeeigene Gebäude (z.B. Schambergerhaus)
• Grundstücke für den Wohnungsbau erwerben und falls erforderlich Vorkaufsrechte
ausüben
• Reduktion der Baukosten. Sparsames Bauen ist auch Umweltschutz
• Errichtung von günstigen Wohnungen. Am besten durch die Wohnungsbaugesellschaft der
Gemeinden des Landkreises Fürstenfeldbruck.
• Die FW setzen sich für den Bau von Mietwohnungen durch die Wohnungsbaugesellschaft
des Landkreises auf Gemeindegrundstücken ein
• Professionelle Verwaltung der gemeindeeigenen Wohnungen durch die
Wohnungsbaugesellschaft der Gemeinden des Landkreises Fürstenfeldbruck
• Professionelle Verwaltung der Wohnungen durch die Wohnungsbaugesellschaft der
Gemeinden des LKR FFB.
9 Soziale Themen
9.1 Überblick und Motivation
Die sozialen Themen umfassen ein weites Feld, auf dem die Gemeinde tätig werden kann.
Wir wollen die Menschen hier generationenübergreifend unterstützen. Das beginnt bei der
Kinderbetreuung, die beim Kleinkind in der Kinderkrippe beginnt und schließlich beim Schüler
in der offenen Ganztagsschule aufhört. Wir wollen die Anpassung des Schulunterrichts an die
Anforderungen der Digitalisierung im Rahmen der dringend erforderlichen
Schulhauserweiterung. Das Raumangebot der Schule ist nicht mehr ausreichend und
entspricht nicht den Anforderungen an einen modernen Unterricht. Aus diesem Grund besteht
hier erheblicher Handlungsbedarf. Mittelfristig werden hier 8-10 weitere Klassenzimmer
benötigt.
Die sozialen Themen umspannen den Bogen von der Jugendförderung in offenen
Jugendarbeit und der Jugendarbeit in den Vereinen, über die Förderung der Vereinbarkeit von
Familie und Beruf, hin zur Unterstützung unserer Senioren durch betreutes Wohnen,
Unterstützung im täglichen Leben und Barrierefreiheit. Wir wollen auch ganz alltägliche
Bedarfe wie die Ruhebank auf dem Weg und eine öffentliche Toilette auf dem Kirchenvorplatz.
Es werden aber auch Räume für die Begegnung und gemeinsame Aktivitäten benötigt. Hier
sind die Anforderungen ganz unterschiedlich. In Mammendorf sind hier ganz unterschiedlichen
Möglichkeiten entstanden. Im unserer Einrichtung für das betreute Wohnen wurde ein Café
eröffnet, das vor allem von Senioren (z.B. den Seniorenkreis der katholischen Pfarrgemeinde)
für Treffen genutzt wird. Die Funktion wird vor allem durch die zentrale Lage unterstützt. Am
Bahnhof ist ein Café entstanden, das sehr gut angenommen wird. Die Gemeinde hat die alte
Schule zu einem Haus der Begegnung umgebaut, das von allen Vereinen genutzt werden
kann. Die Mehrfachnutzung wurde auch im Vertrag mit dem Trachtenverein festgehalten. Hier
fehlt noch die konkrete Ausgestaltung. In ehemaligen Armenhaus der Gemeinde Nannhofen
entstand ein Begegnungsort und ein Café, das für unterschiedliche Events genutzt werden
kann.
Für die offene Jugendarbeit wurde im Untergeschoss des Hauses der Begegnung Räume
geschaffen. Diese werden derzeit vom Jugendcafe e.V. betreut.
Die Inklusion aller Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder von körperlichen
Einschränkungen ist uns sehr wichtig, deshalb wollen wir Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
und die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern.
Die Seniorenwohneinrichtung im Baugebiet Mammendorf Süd wurde erstellt und ist bereits im
Betrieb neben dem barrierefreien, betreuten Wohnmöglichkeiten hat sich das Haus mit dem
Cafe Q4 zu einem Treffpunkt für Senioren entwickelt. Im Gemeindewohngebäude an der
Augsburgerstraße zwischen Kreuzstraße und Ronbergerweg wurden barrierefreie
Wohnungen geschaffen, die auch gut durch Senioren genutzt werden können.
Durch den Neubau des Kinderhauses im Baugebiet Mammendorf Süd wurde die
Kinderbetreuung in unserem Ort sichergestellt.
9.2 Ziele der FW
Schulgebäude
Das Schulgebäude in Mammendorf bietet aus unserer Sicht bereits derzeit eine gute
Lernumgebung. Wir wollen dieses Angebot weiterentwickeln und fit für einen modernen,
zukunftsorientierten Unterricht machen. Darunter verstehen wir nicht nur Klassenzimmer,
sondern auch weitere erforderliche Räume (z.B. Gruppen-, Lese-, Aufenthaltsräume). Die
gestiegene Schüleranzahl und Anforderungen durch moderne Unterrichtsmethoden erfordern
das Handeln der Gemeinde als Sachaufwandsträger. Wir wollen hier für unsere Kinder die
bestmöglichen Voraussetzungen für das Lernen schaffen. Dabei müssen und wollen wir die
Finanzen der Gemeinde im Auge behalten. Wir dürfen finanzielle Leistungsfähigkeit der
Gemeinde nicht überschreiten, um auch auf anderen Politikfeldern handlungsfähig zu bleiben.
Deshalb wollen wir auch mögliche Alternativen (z.B. Modulbauweise) prüfen und auch dabei
darauf achten, dass ein qualitativ hochwertiger Lernraum entsteht.
Bei den Planungen wollen wir auch den überregionalen Bedarf an Schulraum (z.B. für den M-
Zweig) im Auge behalten und uns mit den anderen Kommunen abstimmen, damit wir nicht
am Bedarf vorbei bauen.
Digitale Systeme und Werkzeuge durchdringen die Gesellschaft. Digitale Kompetenz ist
deshalb von entscheidender Bedeutung: Unsere Kinder müssen lernen digitale Medien
selbstbestimmt und verantwortungsvoll zu nutzen. Unsere Schule muss deshalb überall auf
schnelles Internet zurückgreifen können und über entsprechende Ausrüstung wie mobile
Computer verfügen. Wir wollen die Ausrüstung der Schule im Rahmen des „DigitalPakt
Schule“ voranbringen.
Wir wollen hierbei aber keine unüberlegten Beschaffungen, sondern mit den Lehrkräften und
Spezialisten aus der Informatik nach wirtschaftlichen Lösungen suchen.
Auch für die offene Ganztagsschule (OGTS) sind mittlerweile mehr Räume erforderlich. Um
nicht Kinder abweisen zu müssen, wollen wir im Rahmen der Schulhauserweiterung auch
zusätzliche Räume für die OGTS vorsehen.
Während der Bauarbeiten wollen wir darauf achten, dass die Härten für die Schüler so gut es
geht abgefangen werden. Falls erforderlich wollen wir Ausweichräume in Modulbauweise zur
Verfügung stellen.
Offene Ganztagsschule
Die Betreuung der Schüler im Anschluss an den Unterricht durch die offene Ganztagsschule
und im Rahmen der Mittagsbetreuung wird immer wichtiger. Leider ist diese Einrichtung
beständig unterfinanziert, da die staatlichen Zuschüsse für eine pädagogische Arbeit, die allen
Schülern gerecht wird, nicht ausreicht. So kann z.B. Schülern, die eine besondere Betreuung
benötigen nicht die notwendige Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Dies wirkt sich auf
diesen Schüler ganz konkret aus, trifft aber auch die ganze Gruppe. Wir wollen uns deshalb
für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der OGTS einsetzen.
Schulwegsicherheit
Immer mehr Kinder werden mit dem Auto zur Schule gefahren. Dies führt insbesondere in den
Stoßzeiten zu Verkehrsproblemen und Gefahrensituationen im Schulbereich. Es führt aber
auch dazu, dass den Kindern eine wichtige Erlebniswelt genommen wird. Oft erfolgt der
Transport mit dem Auto deshalb, wenn die Eltern aus subjektiven oder objektiven Gründen der
Meinung sind, dass der Schulweg unsicher ist. Dabei wird aber oft außer Acht gelassen, dass
die die Transportfahrten Teil des Problems sind. Wir wollen die „Schultransportverkehr“
reduzieren und die Schulwegsicherung weiter steigern.
• Aufklärung der Eltern in Zusammenarbeit mit der Schule
• Gewinnung von mehr Schulweghelfern
• Initiative „Gehender Schulbus“, d.h. Bildung von Gruppen die mit einem erwachsenden
Begleiter gemeinsam zur Schule gehen
• Ermittlung von Gefahrenpunkten (z.B. Überquerung B2) auf dem Schulweg und deren
Entschärfung. Durch eine angemessene Verkehrsführung wollen wir die Sicherheit unserer
Kinder im Bereich der Schule verbessern.
Vereinsförderung
Die Vereine in Mammendorf sind einer der größten Pluspunkte unseres Ortes. Sie tragen zu
einem aktiven Ortsleben bei, pflegen das Brauchtum und erbringen sehr viel ehrenamtliche
Arbeit für unsere Gemeinschaft. Wir wollen deshalb die Vereine weiterhin unterstützen und
fördern.
Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen in unserer Gemeinde ein vielfältiges Freizeitangebot
vorfinden. Die Verein leisten hier eine hervorragende Arbeit. Aus diesem Grund wollen wir die
Vereine insbesondere im Bereich der Jugendarbeit fördern.
Für ihre Arbeit benötigen die Vereine Räumlichkeiten. Hier hat die Gemeinde schon bisher
Raum bereitgestellt (z.B. Sporthallen, Schützenheim im Bürgerhaus, Zuschuss für den Bau
des Vereinsheims des TCM). Nach dem Umbau der alten Schule zum Haus der Begegnung
stehen zusammen mit den anderen Gebäuden aus Sicht der FW ausreichend Räume bereit.
Damit wir möglichst vielen Vereinen ein Heim bieten können, streben wir, soweit erforderlich,
eine Mehrfachnutzung von Räumen an. Auf Initiative der FW wurde dies in der
Nutzungsverträgen für das Haus der Begegnung auch so festgelegt. Nun wollen wir eine
praktikable Umsetzung vorantreiben.
Oft werden von Vereinen und Gruppen ein Raum nicht für eine Dauernutzung, sondern z.B.
für Besprechungen gesucht. Wir denken hier an Vereine wie z.B. Brem sur Mer, die politischen
Gruppierungen, die Elternbeiräte, Seniorentreffs.
Die gemeindlichen Gebäude sollen, sofern dies sinnvoll und umsetzbar ist, von allen Vereinen
und Gruppen gemeinsam genutzt werden. Hierzu wollen wir über eine Online-
Buchungsplattform Transparenz über die verfügbaren Räume herstellen.
Kulturförderung
Die Förderung des Kulturlebens in unserer Gemeinde ist uns sehr wichtig, da dies ein
wichtiges Element einer lebendigen Gemeinschaft bildet und auch die Bürger erreicht, die nicht
in Vereinen organisiert sind. In Mammendorf ist bereits ein Vielfältiges Kulturangebot
vorhanden. Aufgrund von geringen Besucherzahlen konnte seit dem letzten Jahr kein
Volksfest mehr durchgeführt werden. Wir finden das sehr schade und wollen hierfür einen
Ersatz schaffen. Wir könnten uns hier z.B. eine Nacht der langen Tafel vorstellen.
Förderung des Sports
Nachdem nun aufgrund unserer Anregung eine neue Turnhalle auf dem ehemaligen Parkplatz
der alten Mehrzweckhalle errichtet wurden, reichen die Sporthallenkapazitäten aus.Die alte
Schulturnhalle kann nicht mehr wirtschaftlich saniert werden. In den nächsten Jahren muss
das weitere Vorgehen festgelegt werden. Derzeit ist geplant im Zusammenhang mit einer
Schulhauserweiterung einen Ersatzbau zu errichten. Diese Variante ist attraktiv, weil nach
Auskunft der Verwaltung hierfür Zuschüsse gezahlt werden.
Die FW wollen weiterhin, dass ausreichende Raumkapazitäten für den Sport zur Verfügung
stehen. Uns ist es aber auch wichtig, dass das Raumangebot zur tatsächlichen Bedarf aller
Sportbegeisterten im Mammendorf passt. Deshalb wollen zuerst einmal den Raumbedarf
ermitteln. Gfs. müssen wir auch Alternativen zum Bau einer Einfachturnhalle, wie z.B.
Gymnastikräume prüfen.
Förderung von Menschen in schwierigen Lebenslagen
Die Unterstützung von Bürgern in besonderen Lebenslagen ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir
wollen Alleinerziehende, Bürger mit zu niedrigem Einkommen und Bürger in anderen
schwierigen Lebenslagen unterstützen und ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.
Deshalb ist es uns wichtige den Mammendorfer Sozialfond zu erhalten und zu fördern. Auch
die Stiftung „Ein bisschen mehr wir, ein bisschen wenige ich (EBMW) wollen wir fördern und
erhalten.
Senioren fördern und unterstützen
Wir wollen die Angebote für Senioren in Mammendorf ausbauen. Insbesondere im Hinblick auf
die demographische Entwicklung ist das für uns ein zentrales Thema! Senioren benötigen
medizinische Versorgung möglichst nah an der Wohnung. Weiterhin sind wohnungsnahe
Einkaufsmöglichkeiten wichtig.
Wir sind deshalb der Meinung, dass es zwar wichtig ist das Ortszentrum zu beleben (z.B. Markt
am Rathausplatz) und dort verschiedene Infrastruktureinrichtungen anzusiedeln. Es ist aber
auch wichtig in den anderen Ortsteilen Infrastruktur bereitzustellen (z.B.
Einkaufsmöglichkeiten).
Weiterhin ist uns eine seniorengerechte Weiterentwicklung des ÖPNV wichtig. Hier wollen
wir vor allem barrierefreie Zugänge zu den Verkehrsmitteln und flexiblere Fahrmöglichkeiten,
die alle Ortsteile bedienen (z.B. Ruftaxis zum MVV – Tarif).
Jugendförderung
Die Förderung der Jugend ist uns ein großes Anliegen. Wir wollen hier folgendes erreichen:
• Für die offene Jugendarbeit wurden Räume im Untergeschoss des Hauses der
Begegnung bereitgestellt, die vom Jugendcafe e.V. betreut werden. Auf Betreiben der FW
können diese Räume auch von anderen Vereinen für die Jugendarbeit genutzt werden.
Um die Nutzung zu erleichtern stellen wir uns ein Online-Buchungssystem vor.
• Weiterführung und Ausbau der Förderung der Jugendarbeit in den Vereinen
• Das Jugendcafe e.V. muss weiterhin unterstützt werden. Insbesondere die offene
Jugendarbeit und das Ferienprogramm wollen wir fortführen und ausbauen. Eine längere
Öffnungszeit der Jugendräume für die offene Jugendarbeit ist uns wichtig.
• Einbindung der Jugend in politische Entscheidungen. Der von den Freien Wählern
vorgeschlagene Jugendbeirat Mammendorf hat 2017 seine Arbeit aufgenommen. Er bringt
die Sicht der Jugend in die Arbeit des Gemeinderates ein und verfolgt eigene Projekte.
Damit ist ein großer Schritt zur Einbindung der Jugend erreicht. In der Coronazeit ist die
Arbeit des Jugendbeirats zum Erliegen gekommen, wir wollen dies wichtige Mitwirkung der
Jugend in der Politik wiederbeleben.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird immer wichtiger, da oft beide Partner in einer
Beziehung berufstätig sind und auch beide Partner mehr Zeit mit den Kindern verbringen
wollen. Folgende Bausteine sind aus unserer Sicht wichtig:
• Kinderbetreuung: Durch den Neubau eines Kinderhauses im Baugebiet Mammendorf
Süd wurde die Kinderbetreuung in unserem Ort sichergestellt. Wir wollen weiterhin den
Bedarf prüfen und falls erforderlich die Kinderbetreuungsmöglichkeiten weiter ausbauen.
Wichtig ist uns eine gute personelle Ausstattung der Kinderbetreuungseinrichtungen, um
eine optimale Betreuung zu gewährleisten.
• Ganztagsbetreuung in der Schule: Die Ganztagsbetreuung wollen wir durch mehr
Räume und eine bessere finanzielle Ausstattung unterstützen.
• Arbeitsplätze am Ort: Wir wollen weitere Arbeitsplätze durch die gemäßigte
Ausweisung von Gewerbegebieten schaffen
Generationenübergreifendes Zusammenleben
Wir sind der Meinung, dass alle Generationen voneinander lernen und profitieren können.
Deshalb wollen wir das Generationen übergreifende Zusammenleben fördern. Hierfür wollen
wir folgenden erreichen:
• Einladung von älteren Mitbürgern in unsere Kindergärten und Durchführung gemeinsamer
Veranstaltungen
• Förderung des Baus von Mehrgenerationenhäusern in neuen Baugebieten
Barrierefreiheit
Barrierefreiheit ist eine ganz wesentliche Voraussetzung für Inklusion. Sie ist die Grundlage
dafür, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen am (öffentlichen) Leben teilnehmen
können. Wird von Barrierefreiheit gesprochen, dann denke viele zuerst an die Menschen mit
einer Gehbehinderung. Aber auch andere z.B. mit einer Sehschwäche haben Probleme sich
im öffentlichen Raum zu bewegen. Wir wollen deshalb bei allen Projekten der Gemeinde
darauf achten, dass soweit das möglich ist Barrierefreiheit hergestellt wird oder erhalten bleibt.
Damit vor allem für ältere Menschen die Wege barrierefrei werden, wollen wir Ruhebänke
errichten, die die Möglichkeit zur Rast auf längeren Wegen bieten.
Öffentliche Toilette am Kirchenvorplatz
Der Kirchenvorplatz ist ein zentraler Platz. Aus diesem Grund wollen wir hier eine öffentliche
Toilette errichten. Diese ist vor allem für Gottesdienst- und Friedhofsbesucher wichtig. Damit
die Toilette auch in hygienisch einwandfreiem Zustand ist, wollen wir, dass sie selbstreinigend
ist.
10 Wasserversorgung und Lebensgrundlagen
10.1 Überblick und Motivation
Wasserförderung aus einem Tiefbrunnen der Gemeinde Mammendorf und Wasserlieferung
von der Adelburggruppe. Die Wasserqualität ist gut. Es besteht derzeit kein akuter
Handlungsbedarf.
Wir wollen die Wasserversorgung mittelfristig wieder vollständig mit Brunnen der Gemeinde
decken. Insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des Weltklimas wird es erforderlich sein
alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um sauberes Trinkwasser zu gewinnen. Deshalb wollen wir
mit der Sanierung des Wassereinzugsgebietes kurzfristig beginnen.
10.2 Ziele der FW
Wir sind gegen eine Privatisierung der Wasserversorgung. Entsprechende Pläne von der EU
in Brüssel werden entschieden abgelehnt. Die Wasserversorgung ist ein Teil der
Daseinsvorsorge und nicht geeignet, um großen Konzernen Gewinne auf Kosten der
Verbraucher zu ermöglichen.
Unabhängig von der Entwicklung der Wasserversorgung für Mammendorf sind die FW gegen
jede Industrialisierung der Wasserversorgung durch Großkonzerne. Wir treten entschieden
dafür ein, dass die Wasserversorgung unserer Bürger weiter in den Händen unserer
Gemeinde bleibt.
Für eine Rückkehr zur vollständigen Eigenversorgung mit Trinkwasser muss mittel- und
langfristig eine Vorbehaltsfläche als neues Wasserschutzgebiet ausgewiesen werden. Wir
wollen deshalb im Zusammenhang mit den neuen landespolitischen Zielen, wie z.B. der
naturnahen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, das Brunneneinzugsgebiet sanieren
und zur eigenen Wasserversorgung zurückkehren.
11 Abwasserentsorgung
11.1 Überblick und Motivation
Die im Jahr 1968 fertiggestellte Kläranlage musste in den letzten Jahren umfassend saniert
werden. Auch das Kanalnetz das größtenteils aus den 1960er- und 1970er – Jahren stammt,
musste wegen Undichtigkeiten saniert werden. Diese Maßnahmen kosten weit 5 Mio.
Der Gesetzgeber schreibt für die Abwasserentsorgung eine Finanzierung über Beiträge oder
Gebühren vor. Eine Finanzierung aus dem allgemeinen Haushalt ist unzulässig.
Die Mittel werden derzeit aus dem allgemeinen Haushalt vorfinanziert. Diese Unterdeckung
muss jedoch aus den o.g. rechtlichen Gründen im Nachgang in die Kalkulation der
Finanzierung einfließen.
11.2 Ziele der FW
Wir wollen weiterhin eine einwandfrei funktionierende Abwasserversorgung zur Verfügung
stellen. Die Generalsanierung der Kläranlagen und die Überarbeitung des Kanalnetzes hatten
und haben von uns Priorität. Gerade beim Kanalnetz wird noch weiterer Renovierungsbedarf
auf die Gemeinde zukommen.
Für uns ist es wichtig, dass die Gemeinde eine umfassende Bestandsanalyse durchführt und
entsprechend dokumentiert. Für sämtliche Anlagenteile muss ein Wartungs- und
Instandhaltungsplan erstellt werden, welche uns über viele Jahre im Voraus eine technisch
einwandfreie Funktion der Anlagen, sowie finanzielle Sicherheit über die erforderlichen
Maßnahmen bietet. Sanierungen an unseren Ver- und Entsorgungsnetzen dürfen uns und
unseren Haushalt nicht überraschen, sondern müssen planbar sein. Bei dieser Ersterhebung
dürfen wir nicht stehen bleiben. Eine laufende Fortschreibung der Daten ist unerlässlich.
Die Finanzierung der Maßnahmen über Beiträge und Gebühren ist gesetzlich vorgeschrieben.
Da es sich bei den Maßnahmen um Verbesserungen der Infrastruktur handelt, kann die
Finanzierung über Beiträge erfolgen, die von den Grundstückeigentümer entsprechend der
Grundstückfläche (max. 1800 m²) und der Geschossflächenzahl zu zahlen sind.
Gebühren werden von allen Nutzern bezahlt (wie bisher); hier fließen den Baukosten über die
Abschreibungen ein. Die Gebühren würden aus diesem Grund stark ansteigen.
Es ist auch eine Mischfinanzierung zulässig. Es könnte also ein Teil der Kosten aus Beiträgen
und der übrige Teil aus Gebühren finanziert werden.
Da die Entscheidung eine erheblich Auswirkung auf die Bürger hat, möchten wir hier die Bürger
einbeziehen und informieren, denn jede der Finanzierungsart hat vor und Nachteile.
Die wesentlichen Vor- und Nachteile sind folgende:
Gebühren:
Vorteil: Kosten werden entsprechend der tatsächlichen Nutzung getragen
Nachteil: Lange Refinanzierung durch Abschreibungen
Beiträge:
Vorteil: Schnelle Refinanzierung, es wären auch die Inhaber von Zweitwohnungen und
Eigentümer unbebauter Grundstück beteiligt
Nachteil: Hoher Verwaltungsaufwand
12 Gemeinderat und Gemeindeverwaltung, Gemeindliche Einrichtungen
12.1 Überblick und Motivation
Wir wollen die Leistungsfähigkeit unserer Verwaltung erhalten und weiter ausbauen. Dies gilt
insbesondere für unseren Bauhof und unsere Feuerwehr. Die Digitalisierung ermöglicht es
Bürger und Mandatsträger besser mit Informationen zu versorgen und sie in die
Entscheidungs- und Verwaltungsprozesse einzubinden. Wir wollen deshalb die Digitalisierung
der Verwaltung vorantreiben.
12.2 Ziele der FW
Gemeinderat
Zur Gemeindeverwaltung gehört auch der Gemeinderat, der die strategischen und taktischen
Entscheidungen in der Gemeinde trifft. Die Arbeit des Gemeinderats erfolgt in den Sitzungen
der Vollversammlung, in Ausschusssitzungen, aber auch in vielen Besprechungen der
Fraktionen, Vor-Ort-Terminen, Exkursionen. Die Gemeindebürger können sich zwar durch den
Besuch der öffentlichen Sitzungen einen Einblick in die Themen verschaffen. Einen Überblick
erhalten sie aber dadurch nicht und vor allem oft nicht frühzeitig. Für wichtige Themen werden
zwar auch öffentliche Informationsveranstaltungen angeboten (z.B. zum Thema Integriertes
städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)). An diesen Terminen können aber viele aus
verschiedensten Gründen nicht teilnehmen. Deshalb wollen wir eine Informationsplattform
aufbauen auf der Themen bereits in der Entstehungsphase dargestellt werden und auch die
Möglichkeit zur Interaktion besteht (vgl. auch Brucker Stadtgespräch). Es sollte auch die
Möglichkeit bestehen mit Gemeinderäten und -fraktionen Kontakt aufzunehmen.
Transparentere Entscheidungsprozesse
Die Entscheidungsprozesse in Verwaltung und Gemeinderat sind für die Beteiligten nicht
ausreichend transparent.
• Einbindung der Bürger in die Planung der mittel- und langfristigen Entwicklungsziele der
Gemeinde (aktive Beteiligung und Informationen über das Internet)
• Verbesserung der Information des Gemeinderats durch IT – Unterstützung, Einführung
eines Ratsinformationssystems
• Mehr Transparenz gegenüber durch veröffentlichte der Sitzungsprotokolle
Stetige Modernisierung der Verwaltung
Die Aufgaben der Gemeindeverwaltung werden immer umfangreicher. Die demographische
Entwicklung führt zu einem Fachkräftemangel, der insbesondere die öffentliche Verwaltung
vor Probleme stellen wird. Dies erfordert eine stetige Modernisierung der Verwaltung.
• Ausbau der IT – Unterstützung (z.B. Einsatz von Geoinformationssystemen bei der
Überwachung der Gewährleistung von Straßenaufbrüchen durch die
Versorgungsunternehmen)
• Ausbau des Zugangs zu öffentlichen Dienstleistungen über das Internet
Gemeindliche Einrichtungen
Mammendorf besitzt eine leistungsfähige Feuerwehr, deren Mitglieder äußerst engagiert für
unsere Sicherheit arbeiten.
Der Bauhof nimmt als Dienstleister wichtige Aufgaben in der Gemeinde war. Neben der Pflege
der Grünanlagen, der Straßen und der gemeindlichen Gebäude erbringt er noch weitere
vielfältige Dienstleistungen.
Die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr und des Bauhofs muss erhalten bleiben.
Transparentere Entscheidungsprozesse
Die Entscheidungsprozesse in Verwaltung und Gemeinderat sind für die Beteiligten nicht
ausreichend transparent.
• Einbindung der Bürger in die Planung der mittel- und langfristigen Entwicklungsziele der
Gemeinde (aktive Beteiligung und Informationen über das Internet)
• Verbesserung der Information des Gemeinderats durch IT – Unterstützung, Einführung
eines Ratsinformationssystems
• Mehr Transparenz gegenüber durch veröffentlichte der Sitzungsprotokolle
13 Gemeindefinanzen und -haushalt
13.1 Überblick und Motivation
Die finanzielle Lage von Mammendorf ist, wie bei fast allen Kommunen, sehr angespannt. Die
Ausgaben steigen stärker als die Einnahmen. Gründe sind vor allem zahlreiche Aufgaben die
Bund und Land an die Kommunen übertragen, ohne für die Finanzierung zu sorgen. Ein
Beispiel sind die Kosten für Kinderbetreuungseinrichtungen. Diese wurden von der Gemeinde
etwa zu 30 % getragen, mittlerweile sind es rund 50%, da die staatlichen Zuschüsse nicht mit
den steigenden Kosten Schritt halten. Ein weiteres Beispiel ist die Kreisumlage: Wir müssen
mittlerweile rund 55% der Steuereinnahmen an den Landkreis abführen. Das heißt, wenn wir
einen Euro ausgeben, brauchen wir dafür 2,20 Euro Steuereinnahmen.
13.2 Ziele der FW
Solide Finanzen sind für die FW ein wichtiges Kernziel. Bei der Planung aller Projekte sollte
immer die Finanzlage im Blick bleiben. Unser Leitmotiv ist, nicht mehr auszugeben als wir
einnehmen.
Steigerung der Einnahmen
Die Gewerbesteuer-Einnahmen können wir selbst beeinflussen. Deshalb wollen wir
kontinuierlich Gewerbegebiets-Flächen neu erschließen, vor allem für örtliche
Gewerbetreibende. Baulücken in Gewerbegebieten wollen wir durch entsprechende
Vertragsklauseln vermeiden.
Prüfung, ob das Schambergerhaus zumindest vorübergehend wirtschaftlich genutzt werden kann.
Senkung der Ausgaben
Die Ausgaben der Gemeinde müssen auf den Prüfstand gestellt werden.
Die größten Ausgabepositionen der Gemeinde waren in den vergangenen Jahren die Kosten
für den Neubau und die Renovierung von Gemeindegebäuden und öffentlichen Plätzen (z.B.
Kinderhaus im Baugebiet Mammendorf Süd, Haus der Begegnung, Rathaus, Rathausplatz).
Hier wollen wir in Zukunft darauf achten, dass bei der Planung die Wirtschaftlichkeit eine
größere Rolle spielt. D.h. dass günstigere Alternativen (z.B. Modulbauweise) geprüft werden
und dass die Kosten für den Unterhalt bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden.
Wichtig ist auch, dass die Bauüberwachung durch die Planer und die Gemeinde optimiert wird,
um Folgekosten zu vermeiden. Eine wesentliche Rolle spielt hier die Bauverwaltung, die durch
Markterkundung und Ideen zum Erfolg der Gemeinde beitragen sollte und kann.
Verbesserung der Finanzplanung
• Die Kosten für die Instandhaltung der Infrastruktur (z.B. Gemeindestraßen, Kanal,
Wasserleitungen) müssen systematisch in die Finanzplanung einbezogen werden.
Rücklagen für zukünftige Ausgaben sind zu bilden.
• Systematische Erfassung des Zustands und des Sanierungsbedarfs der gemeindlichen
Gebäude.
• Ziel jeder Finanzplanung muss es sein die Fähigkeit zur Erbringung freiwilliger Aufgaben
zu erhalten. Hierunter fällt z.B. die Vereinsförderung.
• Mittelfristig muss die finanzielle Situation der Gemeinde so ausgerichtet werden, dass die
Erstellung der gemeindlichen Infrastruktur und deren Erhaltung aus den laufenden
Einnahmen bestritten werden kann. Derzeit werden die großen Infrastrukturmaßnahmen
aus der Wertschöpfung, die bei Ausweisung von Baugebieten erzielt wird, finanziert. Wir
wollen hier Alternativen für einen langsamen Umbau erarbeiten.
• Es müssen angemessene Rücklagen gebildet werden, um große Zukunftsprojekt stemmen
zu können und auf unvorhergesehene Maßnahmen vorbereitet zu sein.